Alex Jacobowitz

Die Neue Görlitzer Synagoge

Language: German
296 pages, hardcover
272 illustrations
ISBN: 978-3-95565-463-4
Publication date: 2021
29.90 €

(Wieder-)Eröffnung Kulturforum Neue Synagoge Görlitz am 12. Juli 2021

Die Görlitzer Synagoge wurde 1911 eingeweiht. Das 600 Plätze fassende jüdische Gebetshaus mit seiner prächtigen Mischung aus neoklassizistischer Architektur und Jugendstil-Interieur wurde während der Reichspogromnacht angezündet, jedoch nicht zerstört. Die Jüdische Gemeinde von Görlitz wurde zerstreut, verhaftet und ausgelöscht, doch die Synagoge hat, allen Krisen zum Trotz, die kommenden 80 Jahre überlebt. Mit seinen wechselnden Eigentümern – den Nazis, Sowjets, der Jüdischen Gemeinde Dresden bis hin zur Stadt Görlitz – sah sich die Synagoge konkurrierenden Ideen gegenüber, was mit dem Gebäude geschehen sollte. Skandalöse Verwirrungen, Misswirtschaft und Paralyse waren die Folgen, die die Gebäudestruktur fast an den Punkt des kompletten Zusammenbruchs führten. Schließlich wurden in den vergangenen Jahren politische und finanzielle Konzepte erarbeitet, welche die Synagoge nicht nur retteten, sondern ihre frühere Pracht wiederherstellten. Wie sieht ihre Zukunft aus?

Dieses Buch erzählt die Geschichte dieses architektonischen Juwels, der Akteure, Probleme und schließlich Vollendung seiner Rettung.

Mit Beiträgen von Steffen Heidrich und Alexandra Klei 

„So soll dieses Haus Zeuge sein, wie wir hier und von hier aus draußen im Leben Vergangenheit und Gegenwart verbinden und so der Zukunft den Weg bahnen. [...] Und wenn wir längst nicht mehr sind und dieses Haus noch immer von seiner Liebe und seines Volkes Treue kündet, o, dann laß es unseren Nachkommen bezeugen, wie ihre Eltern an dich glaubten, dich in Demut verehrt haben. Dann laß unsere Kinder ,an den Taten der Väter in Liebe sich erbauen, fortpflanzen ihre Saaten, dem alten Grund vertrauen.‘ Amen!"

Aus der Festpredigt von Rabbiner Dr. Siegfried Freund zur Einweihung der Synagoge am 7. März 1911