Clara Hepner

Jüdische Märchendichterin

Ein Lesebuch

Language: German
180 pages, hardcover
100 illustrations
ISBN: 978-3-95565-543-3
Publication date presumably 02/2023
24.00 €

Clara Hepner offenbarte ihr erzählerisches Talent erst spät im Leben. 1860 als Clara Freund in Görlitz geboren – die älteste Tochter des dortigen Rabbiners – veröffentlichte sie erfolgreich erste Geschichten und Gedichte nach ihrem Umzug nach München 1903, bereits in ihren Vierzigern. Umgeben von bedeutenden Autoren wie Thomas Mann, Hermann Hesse und Erich Mühsam erschienen ihre Texte in wichtigen Magazinen wie „Jugend“ und „Die Lese“. Ihr Stern strahlte am hellsten während der Weimarer Republik, mit Geschichten für Kinder und Jugendliche, Tiergeschichten oder Adaptionen klassischer Werke wie „1001 Nacht“, von denen insgesamt über eine halbe Million Exemplare verkauft wurden. 

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, und durch deren zunehmenden antisemitischen Druck auf die Verleger, verschwanden ihre Werke vom deutschen Markt. Kurz vor Kriegsausbruch 1939 in den Selbstmord getrieben, gerieten sie und sogar ihr‭ ‬beliebtestes Buch‭, „‬Sonnenscheinchens erste Reise“‭, ‬weitgehend in Vergessenheit. ‬Alex Jacobowitz erweckt die jüdische Schriftstellerin und ihr Werk wieder zum Leben.

Herausgegeben von Alex Jacobowitz

Mit einem Beitrag von Gabriele von Glasenapp 



Clara Hepner

‬1860‭ ‬als Clara Freund und älteste Tochter des Rabbiners in Görlitz geboren‭, ‬entdeckte sie ihr literarisches Talent erst um 1906‭ ‬in München‭. ‬Als Autorin beliebter Kinder‭- ‬und Tiergeschichten sowie Adaptionen erotischer Märchen aus‭ ‬"1001‭ ‬Nacht" war sie‬‭ ‬mit insgesamt über 17‭ ‬Büchern und mehr als 500.000‭ ‬verkauften Exemplaren‭ besonders erfolgreich während der Weimarer Republik‭. ‬Aber mit den seit 1935‭ ‬erlassenen antijüdischen Gesetzen gegen‭ ‬‮„‬politisch verdächtige“‭ ‬Autoren und deren Verleger‭ ‬wurden auch Clara Hepners Schriften boykottiert‭. ‬Im August 1939‭ beging sie nach einer Zwangsräumung ihrer Münchner Wohnung‭ im Alter von 78‭ ‬Jahren Selbstmord und wurde auf dem Neuen Israelitischen Friedhof beerdigt‭.