Erika Hirsch

„Man guckt ja schon durch eine Minderheitsbrille“

Steffi Wittenbergs jüdischer und politischer Lebensweg 1926–2015

Language: German
242 pages, softcover with (fold-in) flaps
56 illustrations
ISBN: 978-3-95565-713-0
Publication date presumably 02/2026
24.90 €

Steffi Wittenberg, geb. Hammerschlag, (1926–2015) war über viele Jahrzehnte eine wichtige Stimme der jüdischen Überlebenden in Hamburg. Sie wurde auf drei Kontinenten unmittelbare Zeitzeugin grundverschiedener Epochen und Systeme. Als jüdisches Mädchen durchlebte sie die Nazizeit in Hamburg, bevor sie und ihre Mutter im Dezember 1939 gerade noch Aufnahme in Uruguay fanden. Hier lernte Steffi ihren späteren Ehemann Kurt kennen, einen aus Ostpreußen emigrierten, in der antifaschistischen Exilbewegung engagierten Juden. 1948 folgte Steffi ihm nach Texas. Dort traten sie gemeinsam in der Bürgerrechtsbewegung gegen die Diskriminierung der schwarzen Bevölkerung ein, was zu einem Verfahren gegen sie führte. 1951 mussten sie die USA verlassen, und Steffi kehrte mit Kurt nach Hamburg zurück. Hier blieb sie politisch aktiv. An die Schrecken der Naziherrschaft zu erinnern und daraus Konsequenzen für die Zukunft zu ziehen, das war bis ins hohe Alter ihr zentrales Anliegen. 
Die Historikerin Erika Hirsch schildert Steffi und über weite Teile auch Kurt Wittenbergs Lebensweg und bettet ihr persönliches Erleben in das Zeitgeschehen ein. Die zahlreichen im Buch verwerteten persönlichen Dokumente aus Steffis gesamtem Leben machen viele ihrer Gedanken, Hoffnungen, Ängste und auch Zweifel anschaulich.


Herausgegeben von Andreas und Peter Wittenberg 

 



Erika Hirsch

geboren 1951 in Hamburg, Dr. phil., Historikerin. Von 1989 bis 2018 Leiterin der Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule im Hamburger Karolinenviertel. Mitglied des Auschwitz-Komitees in der BRD e. V. Von 2013 bis 2021 Mitorganisatorin des „Monats des Gedenkens“ in Hamburg-Eimsbüttel. Expertin für jüdisches Leben in Hamburg. Vielfältige Publikations- und Vortragstätigkeit.