Martin Hollender

Max und Helene Herrmann

Germanisten – Theaterwissenschaftler - Lehrerin

Language: German
84 pages, softcover
8 illustrations
ISBN: 978-3-95565-425-2
Publication date: 2021
8.90 €

Jüdische Miniaturen Bd. 266

Geboren 1865 als Sohn eines Berliner jüdischen Lustspieldichters und Redakteurs, war Max Herrmann als Privatdozent der Germanistik an der Friedrich-Wilhelms-Universität tätig. Wie seine Frau Helene vielfältig auch in der außeruniversitären Berliner Bildungs- und Forschungslandschaft aktiv, erhielt Herrmann 1919 eine germanistische Professur. Er gilt als maßgeblicher Mitbegründer der historischen Theaterwissenschaft, also der Erforschung der Aufführungspraxis der Bühnen in vergangenen Epochen. Gemeinsam mit Julius Petersen leitete Herrmann nach 1923 das Theaterwissenschaftliche Institut der Berliner Universität. Nach 1933 aus dem wissenschaftlichen Leben Berlins ausgeschlossen, wurde Herrmann 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo er bald darauf starb.

Helene Herrmann, die wenige Jahre zuvor in Berlin-Grunewald noch eine jüdische Privatschule geleitet hatte, wurde 1944 in Auschwitz ermordet. – Die „Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e.V.“ vergeben den „Max-Herrmann-Preis“ an Persönlichkeiten, die sich um die Staatsbibliothek zu Berlin oder das deutsche Bibliothekswesen verdient machen.



Martin Hollender at Hentrich & Hentrich

  • Ludwig Darmstaedter , Martin Hollender, Jewish culture and contemporary history
    Martin Hollender
    Ludwig Darmstaedter
    Language: German
    80 pages, softcover
    20 illustrations
    8.90 €
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