Nils Busch-Petersen

Adolf Jandorf

Vom Volkswarenhaus zum KaDeWe

Sprache: Deutsch
80 Seiten, Broschur
22 Abbildungen
ISBN: 978-3-938485-10-1
6,90 €

Jüdische Miniaturen Bd. 32

Der jüdische Bauernjunge Adolf Jandorf aus Hengstfeld / Hohenlohe kann kaum über den Ladentisch des Manufakturwarengeschäftes in Mergentheim sehen, als er die Lehre beginnt. Aber flink, zielstrebig und von überdurchschnittlicher Auffassungsgabe, wird schnell ein guter Handlungsgehilfe aus ihm. Nach einem kurzen Aufenthalt in New York findet er eine Anstellung im Handelskonzern M.J. Emden Söhne und soll für diese Firma einen Laden in Berlin eröffnen. Allein in der völlig fremden Stadt eröffnet Jandorf ein Geschäft am Spittelmarkt. Als "A. Jandorf und Co., Hamburger Engros Lager" wird es sein erstes Geschäft und er dabei zum Unternehmer. Jandorf, dessen Führungsmannschaft fast ausschließlich aus seinen Brüdern bestand, verwirklichte 1907 seine größte Vision: er ließ das KaDeWe errichten, Deutschlands Flaggschiff der Warenhauskultur und bis heute eines der Spitzenhäuser der Welt. Mit dem Talent eines guten Kaufmannes und der Führungsstärke eines Feldherrn leitete Jandorf sein Unternehmen erfolgreich auch durch Kriegs-, Krisen- und Revolutionszeiten. 1926 verkaufte Adolf Jandorf sein Unternehmen an den "Hermann Tietz" - Konzern. Im Jahre 1932 verstorben, wurde er auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee beigesetzt. Der Autor des vorliegenden Bandes, Handelslobbyist und Hauptgeschäftsführer der Berliner und Brandenburger Handelsverbände, ist ein ausgewiesener Experte der Geschichte des Einzelhandels. Er forscht seit vielen Jahren insbesondere auch zur Geschichte der Waren- und Kaufhäuser und ihrer meist jüdischen Gründer und Inhaber.

Nils Busch-Petersen bei Hentrich & Hentrich