Elisabeth Marum-Lunau

Auf der Flucht in Frankreich

"Boches ici, Juifs lá-bas". Der Briefwechsel einer deutschen Familie im Exil 1939-1942

Sprache: Deutsch
297 Seiten, Hardcover
64 Abbildungen
ISBN: 978-3-933471-07-9
22,00 €

Die aus Karlsruhe stammende Familie Marum-Lunau hatte nach der im KZ Kislau erfolgten Ermordung von Ludwig Marum, Reichstagsabgeordneter der SPD, 1934 Deutschland verlassen müssen und in Frankreich Asyl gesucht. Die sieben Mitglieder der Familie erlebten nach Kriegsbeginn Internierungslager oder zugewiesene Wohnorte, sie wurden voneinander getrennt und mussten einen zähen Kampf um Einreisevisa nach Übersee führen; zwei wurden ohne Wiederkehr nach Sobibor und Sachsenhausen deportiert.

Herausgegeben von Jacques Grandjonc

Elisabeth Marum-Lunau

wurde am 1. September 1910 als Tochter der Johanna Marum (geborene Benedick, 1886-1964) und des Ludwig Marum (1882-1934) geboren. Sie ist die ältere Schwester von Eva Brigitte Marum. Am 28. März 1934 wurde ihr Vater im KZ Kislau ermordet. Am 20. April 1934 floh die jüdische Familie Marum nach Paris. Am 31. Juli 1937 heiratete Elisabeth Marum ihren alten, nichtjüdischen Freund Hans Lunau. Im März 1941 konnte sie zusammen mit ihrer Mutter, aber ohne die hochschwangere Schwester auf einem Frachtschiff nach New York auswandern.[1] In USA ändert sie ihren Vornamen von Elisabeth in Elizabeth. Sie stirbt am 5. Juni 1998 mit 87 Jahren.