Helga Cazas

Bilder meiner Berliner Jugend

Sprache: Deutsch
128 Seiten, Broschur
14 Abbildungen
ISBN: 978-3-938485-68-2
9,90 €

Jüdische Miniaturen Bd. 66

Als 18jährige gelang Helga Treuherz, verheiratete Cazas, und ihrer Mutter nach dem Novemberpogrom die Flucht nach Frankreich. Der Vater sollte später nachkommen, stattdessen musste er in Deutschland schwerste Zwangsarbeit leisten und wurde in Auschwitz ermordet. Seit ihrer Kindheit in Berlin sind über 80 Jahre vergangen, trotzdem gelingt es der Autorin, die Erlebnisse, Streiche und Kindersorgen dem Leser so frisch und spannend zu beschreiben, dass er den Eindruck hat, alles wäre soeben geschehen. Dabei zeichnete sich in den letzten Jahren ihres Berliner Aufenthalts bereits die Bedrohung durch die Nazis für die Juden deutlich ab. Die unbeschwerte Kindheit der Helga Treuherz wird laufend bedroht. Gerade der ruhige Berliner Beamtenvorort Steglitz wird 1933 zu einem großen braunen Schandfleck - für jüdische Kinder fehlen Möglichkeiten, sich den schmerzlichen Ausgrenzungen zu entziehen. Nach 70 Jahren Exil in Paris - inzwischen zur neuen Heimat geworden – feierte die Autorin 2008 dort ihren 88. Geburtstag.