Gernot Wolfram

Der leuchtende Augenblick

Über Menschen und Orte des Lesens. Essay

Sprache: Deutsch
144 Seiten, Broschur
20 Abbildungen
ISBN: 978-3-95565-025-4
Erschienen: 2013
14,90 €

In der jüdischen Tradition bedeutet Lesen nicht nur Wissenserwerb, sondern auch Kraftquelle des Augenblicks. Immer wieder haben Kulturphilosophen wie Walter Benjamin oder Aby Warburg auf diesen magischen Moment des Lesen hingewiesen. Zur Geschichte des Lesens gehören aber auch die Orte, an denen Menschen ihre besonderen Erfahrungen mit Büchern machen. Ob in Cafés, Krankenhäusern, Flugzeugen, U-Bahnen oder in politischen Verstecken, in Kriegszonen oder in den Ghettos der Alten und der Neuen Welt: die Lektüre verändert sich je nach Umgebung, in der Leser sich mit Texten beschäftigen. Der Autor und Kulturwissenschaftler Gernot Wolfram erkundet in diesem Essay das Verhältnis zwischen Leser, Büchern und Orten und zeigt wie stark es unsere Wahrnehmung von Kultur prägt. Sein Blick darauf erscheint als Schlüsselzugang zur Kultur, wobei er sich immer wieder auf bestimmte Traditionen jüdischen Kulturverständnisses beruft.

Ein farbig und lebendig geschriebener Essay über die Macht des Lesens im Raum der Kultur.


Gernot Wolfram

geboren 1975 in Zittau/Sachsen, lebt als Autor und Kulturwissenschaftler in Berlin. Er erhielt für seine publizistischen und literarischen Arbeiten zahlreiche Preise, u.a. den Walter-Serner-Preis sowie den renommierten Sylter Inselschreiberpreis. Er veröffentlichte Romane, Erzählungen und Essays, zudem schrieb er Texte für „Sinn und Form“, die „Süddeutsche Zeitung“, „FAZ“, „Die Welt“, „taz“, „Berliner Zeitung“ und „Jüdische Allgemeine“. Zahlreiche Publikationen zur Kultur- und Literaturgeschichte. Mehrfache Einladung zur „Lesezeit“ des Deutschlandfunks. Zuletzt erschien von ihm der viel beachtete Essay „Die Kunst für sich selbst zu sprechen“.