Benjamin Kuntz, Felicitas von Aretin

Edith Peritz

Ärztin – Plastische Chirurgin – Frauen-Netzwerkerin

Sprache: Deutsch
110 Seiten, Broschur
36 Abbildungen
ISBN: 978-3-95565-749-9
Erschienen: 2026
10,90 €

Jüdische Miniaturen Bd. 345

Die aus Breslau stammende Ärztin Edith Peritz (1897–1985) war eine Pionierin der plastischen Chirurgie in Deutschland. Nach dem an der Universität ihrer Heimatstadt absolvierten Medizinstudium kam sie 1922 nach Berlin. Hier war sie zunächst als Assistenzärztin am Städtischen Rudolf-Virchow-Krankenhaus tätig. In Paris ließ sie sich von der bekannten ästhetischen Chirurgin Suzanne Noël weiterbilden. Zurück in Berlin eröffnete sie eine eigene Praxis und wurde Mitglied in der Berliner und der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Sie engagierte sich im Bund Deutscher Ärztinnen, der Vorläuferorganisation des heutigen Deutschen Ärztinnenbundes. 1930 gründete sie auf Anregung von Suzanne Noël den ersten deutschen Soroptimist-Club - ein Netzwerk berufstätiger Frauen. Zu dessen Mitgliedern zählten u. a. die Schauspielerin Tilla Durieux, die Fotografin Lotte Jacobi und die Schriftstellerin Gabriele Tergit. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten emigrierte Edith Peritz 1936 in die USA. In New York baute sie sich eine neue Existenz auf. Im Gegensatz zu vielen anderen Fachkolleginnen gelang es ihr, im Exil wieder als Ärztin zu arbeiten. Sie blieb lange beruflich aktiv und stand weiterhin mit ehemaligen Weggefährtinnen in Kontakt.



Benjamin Kuntz

studierte Gesundheitswissenschaften an der Universität Bielefeld, wo er 2014 zum „Doctor of Public Health“ promoviert wurde. Seit 2011 arbeitet er am Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin, seit 2023 als Leiter des Museums im RKI. Von 2020 bis 2022 war er zudem wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, zuletzt als Leiter der Geschäftsstelle des „GeDenkOrt. Charité – Wissenschaft in Verantwortung“.

Felicitas von Aretin

studierte Mittlere und Neuere Geschichte und Öffentliches Recht in Frankfurt am Main, Heidelberg und München und promovierte 1993 am Europäischen Hochschulinstitut mit einem Thema zur deutsch-französischen Bildungsgeschichte. Nach Stationen beim „Tagesspiegel“ und der „Frankfurter Allgemeine“ arbeitete sie als bildungspolitische Redakteurin bei der WELT. Es folgten berufliche Stationen als Leiterin der Unternehmenskommunikation der Freien Universität Berlin, der Max-Planck-Gesellschaft und des Deutschen Jugendinstituts. Parallel veröffentlichte sie mehrere Bücher. Heute leitet sie das Münchner Büro der Agentur hpunkt kommunikation. 

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