Carola Hilmes (Hg.)

Emma Kann

Autobiographisches Mosaik. Betrachtungen und Erlebnisse

Sprache: Deutsch
178 Seiten, Klappenbroschur
4 Abbildungen
ISBN: 978-3-95565-560-0
Erschienen: 2022
22,00 €

Emma Kann (1914–2009) verließ 1933, direkt nach dem Abitur, ihre Heimatstadt Frankfurt am Main. Sie ging zuerst nach England, war Ende 1935 kurz bei ihrer älteren Schwester in den Niederlanden und arbeitete dann in Antwerpen. Als die deutsche Wehrmacht im Mai 1940 in Belgien einmarschierte, floh Emma Kann nach Frankreich, wo sie für vier Wochen im Lager Gurs interniert war. Über Kuba gelangte sie schließlich 1945 nach New York, wo sie bis 1981 lebte, bevor sie nach Deutschland zurückkehrte. 

Das hier erstmals aus dem Nachlass der Lyrikerin und Essayistin publizierte „Autobiographische Mosaik“ enthält poetologische Essays und Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend in Frankfurt während der Zwischenkriegszeit. Emma Kanns späte Reflexionen behandeln ihr Verhältnis zum Judentum und ihre Überzeugung von der Einheit der Welt, die in verblüffend einfacher Sprache aktuelle ökologische Positionen formulieren.

Carola Hilmes

lehrt seit 2012 an der Goethe-Universität Frankfurt/Main, wo sie am Institut für Deutsche Sprache und ihre Didaktik unterrichtet. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören u. a. die Schriftstellerinnen der Romantik, Theorie und Geschichte der Autobiographie sowie deutschsprachige Gegenwartsliteratur. Hilmes ist auch Mitglied am Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse. Derzeit arbeitet sie an einem Projekt zum Alltag der Frauen im Ghetto Łódź/Litzmannstadt.