Klaus Cußler, Michael K. Hohl, Benjamin Kuntz

Ferdinand Blum

Arzt – Forscher – Nestor der Endokrinologie

Sprache: Deutsch
80 Seiten, Broschur
20 Abbildungen
ISBN: 978-3-95565-751-2
Erscheint vorauss. 10/2026
8,90 €

Nicht lieferbar

Der Mediziner und Biologe Ferdinand Blum (1865–1959) hat das Gebiet der Stoffwechsel- und Hormonforschung nachhaltig beeinflusst. Geboren und aufgewachsen in Frankfurt am Main, kehrte er nach dem Medizinstudium in seine Heimatstadt zurück, lies sich als Arzt nieder und eröffnete ein Privatlaboratorium. Zu seinen Patienten zählten berühmte Persönlichkeiten wie Paul Ehrlich und Mitglieder der Familien Rothschild und Merton. Die noch immer übliche Verwendung von Formalin (Formaldehyd) zur Haltbarmachung von anatomischen und biologischen Präparaten geht auf Blum zurück. 1901 beschrieb er als Erster den Nebennierendiabetes. 1911 übernahm er, in unmittelbarer Nähe der von Ehrlich geleiteten Institute (Institut für experimentelle Therapie und Georg-Speyer-Haus), die Leitung des eigens für ihn gegründeten Biologischen Instituts. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft entrechtet und verfolgt, emigrierte er 1939 in die Schweiz. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus nahm er die Beziehungen nach Frankfurt wieder auf. Das von Blum einst begründete Biologische Institut wurde 1950 nach ihm benannt. Bis zu seinem Tod im Alter von 94 Jahren war der vielfach Geehrte wissenschaftlich tätig.

Benjamin Kuntz

studierte Gesundheitswissenschaften an der Universität Bielefeld, wo er 2014 zum „Doctor of Public Health“ promoviert wurde. Seit 2011 arbeitet er am Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin, seit 2023 als Leiter des Museums im RKI. Von 2020 bis 2022 war er zudem wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, zuletzt als Leiter der Geschäftsstelle des „GeDenkOrt. Charité – Wissenschaft in Verantwortung“.

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