Dieter Oelschlägel

„Geist der Liberalität und Gerechtigkeit“?

Friedrich Theodor Althoff und die jüdischen Wissenschaftler

Sprache: Deutsch
66 Seiten, Broschur
9 Abbildungen
ISBN: 978-3-95565-330-9
Erschienen: 2019
9,90 €

Gegen Verdrängen und Vergessen Bd. 13

Der „heimliche Kultusminister Preußens“ Friedrich Theodor Althoff (1839–1908) prägte 25 Jahre lang die Universitätspolitik des Kaiserreichs. In einem toleranten protestantischen Elternhaus im niederrheinischen Dinslaken aufgewachsen, bemühte sich Althoff um eine Berufungspolitik an den Universitäten, die der althergebrachten Diskriminierung von religiösen Minderheiten Einhalt gebot. Oberster Leitfaden für Althoffs Handeln war die Entwicklung der Wissenschaft und Preußens führende Stellung im Hochschulwesen.
Dieter Oelschlägel zeichnet die Bedeutung Althoffs für die Lebenswege und Karrieren wichtiger jüdischer Gelehrter nach; beispielhaft wird vermittelt, wie unterschiedlich Althoff bei Berufungsverfahren agierte. Das Buch gewährt einen Einblick in den strukturellen Antisemitismus des Kaiserreichs, dem Althoff durch sein persönliches Beziehungsgeflecht und sein Toleranzverständnis entgegenwirkte.


Dieter Oelschlägel

geboren 1939, Prof. Dipl. Päd., Studium der Medizin und Erziehungswissenschaft in Berlin, Studiengangsplaner an der Gesamthochschule Kassel, 1981–2004 Professor am Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Duisburg, zahlreiche Veröffentlichungen zur Gemeinwesenarbeit und Geschichte der Sozialarbeit. 1999–2009 Vorsitzender der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in Dinslaken, 2009–2017 Vorsitzender des Deutschen Kinderschutzbundes Dinslaken-Voerde e.V.

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