Florian Bruns

Gottfried Bermann Fischer

Bewahrer und Erneuerer des S. Fischer Verlags

Sprache: Deutsch
90 Seiten, Broschur
18 Abbildungen
ISBN: 978-3-95565-387-3
Erschienen: 2020
8,90 €

Jüdische Miniaturen Bd. 251

Gottfried Bermann (1897-1995) begann sein Berufsleben als Chirurg in Berlin, bevor er nach seiner Heirat mit Brigitte Fischer das Metier wechselte und 1925 in den Verlag seines Schwiegervaters Samuel Fischer eintrat. Er übernahm nicht nur den Namen, sondern nach wenigen Jahren auch die Leitung des damals bedeutendsten literarischen Verlags in Deutschland. Nach 1933 geriet das florierende Unternehmen unter Druck. Viele seiner Autoren, darunter Thomas Mann, wurden von den Nationalsozialisten verfolgt und flüchteten ins Exil. 1936 brachte Bermann Fischer seine Familie und Teile des Verlags im Ausland in Sicherheit. Der in Berlin verbleibende Teil des Unternehmens wurde „arisiert“. Nach kurzen Aufenthalten in Österreich und Schweden setzte Bermann Fischer 1940 die verlegerische Tätigkeit aus dem Exil in den USA fort. Nach Deutschland zurückgekehrt, baute er ab 1950 gemeinsam mit seiner Frau den S. Fischer Verlag zu neuer alter Größe auf.