Susanne Guski-Leinwand

Gustav Levinstein

Unternehmer und Schriftsteller gegen „wissenschaftlichen Antisemitismus“

Sprache: Deutsch
64 Seiten, Broschur
14 Abbildungen
ISBN: 978-3-95565-024-7
Erschienen: 2014
6,90 €

Jüdische Miniaturen Bd. 143

Gustav Levinstein war Berliner Bürger und Mitglied der Berliner Jüdischen Gemeinde. Er wurde 1842 in Berlin geboren und verstarb dort 1910. Sein Leben und Wirken zeigen ein vielfältiges Engagement als Unternehmer in der Textilindustrie zusammen mit seinen Brüdern und eine konsequente Entwicklung als Schriftsteller zu Themen der Geisteswissenschaften und des Judentums. In einem Vortrag mit Publikation prägte Gustav Levinstein zum Ausgang des 19. Jahrhunderts den Begriff des »Wissenschaftlichen Antisemitismus«. Mit seinen Gedanken und Schlussfolgerungen zu einem Phänomen innerhalb der Geisteswissenschaften im damaligen Berlin machte er bereits früh auf die Gefahren aufmerksam, die von antisemitischen Haltungen und Forderungen innerhalb der akademischen Kreise ausgingen und stellte die Ehre des jüdischen Glaubens in den Mittelpunkt seines gesamten Wirkens.

Susanne Guski-Leinwand

Prof. a. D. Dr. phil. habil., ist Psychologin und hält die einzige venia legendi für Psychologie und Geschichte der Psychologie. Im Rahmen ihrer umfangreichen Forschung zur Psychologie im 20. Jahrhundert beschäftigt sie sich mit der Aufarbeitung vergessener und vernachlässigter Themen der Psychologie. Ihre Dissertation und Habilitation widmeten sich dabei der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hat sie umfangreich zur Psychologie in der DDR beigetragen. Sie ist Privatdozentin an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena und Lehrbeauftragte an verschiedenen Hochschulen und Universitäten. In den „Jüdischen Miniaturen“ sind von ihr erschienen: Curt Werner Bondy (Bd. 183), Gustav Levinstein (Bd. 143).

Das könnte Sie auch interessieren