Letztes Wort Freiheit
Essays
280 Seiten, Klappenbroschur
0 Abbildungen
ISBN: 978-3-95565-756-7
Erscheint vorauss. 04/2026
24,00 €
Bereits der junge Publizist Richard Herzinger sorgte mit einem Vortrag über Heiner Müller und dessen Schwäche für Reaktionäre wie Carl Schmitt und Ernst Jünger für Aufsehen. Seine ersten Essays publizierte er in der Zeitschrift „Merkur“, die sich damals als westlich-antitotalitär verstand. Sein Essay über die deutschen Intellektuellen nach Srebrenica bot eine der schärfsten Auseinandersetzungen mit den diversen „Niederlagen des Denkens“ bei Jürgen Habermas, Hans-Magnus Enzensberger und Peter Handke. Herzinger stellte sich unbeirrt in eine Linie mit Dissidenten und Renegaten wie Manès Sperber, Widerständlern wie Albert Camus und neuen Philosophen wie André Glucksmann. Dabei erwies sich sein analytisches Denken als geradezu prophetisch: Vor Putin warnte er bereits im Jahr 2000. Er setzte sich publizistisch, aber auch als Aktivist unermüdlich für die demokratische Ukraine ein, ebenso für das unverbrüchliche Existenz- und Selbstverteidigungsrecht Israels und gegen jeden Antisemitismus.
Diese Auswahl an Essays versucht, das gesamte Spektrum seines Denkens zu entfalten und dessen zeitlose Relevanz aufzuzeigen. Eine Bibliographie ermöglicht weitere Entdeckungen.
Herausgegeben von Thierry Chervel
„Richard Herzinger beherrschte die Kunst, einen politischen Aufsatz schreiben zu können, der in wenigen tausend wohlgewählten Worten einen einzigen Punkt zum Ausdruck bringt. Er besaß die Fähigkeit, über Tagesereignisse zu schreiben und dabei Erkenntnisse aus der modernen sozialen und politischen Theorie, der ,realistischen‘ Tradition der internationalen Machtpolitik und der Geistesgeschichte Europas, Großbritanniens und der Vereinigten Staaten, insbesondere ihrer liberalen Traditionen, zu nutzen. […] Richard Herzinger war eine führende Stimme, vielleicht die führende Stimme des deutschen Geisteslebens, der die Tradition der antitotalitären Schriftsteller des 20. Jahrhunderts auf die Ereignisse der letzten Jahrzehnte anwandte.“ Jeffrey Herf
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