Gilbert Michlin

„Nicht im Interesse der Nation“

Eine jüdische Familie in Frankreich

Übersetzung: Erica Fischer
Sprache: Deutsch
170 Seiten, Hardcover
3 Abbildungen
ISBN: 978-3-942271-75-2
Erschienen: 2013
19,90 €

Jüdische Memoiren Bd. 18

Der unfassbare Leidensweg eines kaum volljährigen Siemens-Zwangsarbeiters durch die Arbeits- und Vernichtungslager Drancy, Auschwitz, Auschwitz-Birkenau, Bobrek, Gleiwitz, Buchenwald und Sachsenhausen. Als französischer Bürger von Mitbürgern gedemütigt, inhaftiert und deportiert, befreit als Getriebener auf dem Todesmarsch. 

Aus dem Französischen von Erica Fischer
Mit einem Nachwort von Zeev Sternhell

"Wir versuchten uns ans Leben zu klammern und unsere Menschlichkeit zu bewahren, inmitten dieses perfekten Systems, das entworfen wurde, um uns alles zu nehmen, bis wir die Ebene von Tieren erreicht hatten, bereit, einander gegenseitig zu töten, willig, alles zu akzeptieren, nur um ein wenig länger am Leben zu bleiben." Gilbert Michlin

"Gilbert Michlins Bericht fesselt die Leser von der ersten bis zur letzten Zeile. Wäre da nicht die Hölle, die aus den Seiten hervorbricht, auf denen dieser im Alter von achtzehn Jahren deportierte Mathematiker über Auschwitz-Birkenau schreibt, man könnte meinen, seine durch ihre Nüchternheit und Kargheit verblüffende Chronik trage Züge eines echten literarischen Werks. Aber Gilbert Michlin will keine schriftstellerische Arbeit vorlegen, wenn er seinen Pariser Mikrokosmos zum Leben erweckt. Sechzig Jahre nach den Ereignissen hat er in seiner Erinnerung und in Archiven gekramt und legt uns nun eine exemplarische 'Fallstudie' über das Schicksal der gewöhnlichen Juden vor, der einfachen, wenig gewieften Leute, die kein Vermögen, keine Beziehungen und keine mutigen christlichen Freunde hatten, denen also der gute Stern fehlte, der anderen das Überleben ermöglichte." Zeev Sternhell, Hebräische Universität Jerusalem