Sabine Neubert

Rudolf Frank

Theatermann – Humanist – Magier der Sprache

Sprache: Deutsch
88 Seiten, Broschur
9 Abbildungen
ISBN: 978-3-942271-66-0
Erschienen: 2012
8,90 €

Jüdische Miniaturen Bd. 125

Er brachte den jungen Brecht auf die Bühne. Er förderte große Talente wie die von Helene Weigel und Elisabeth Bergner. Er holte Karl Valentin aus den Bierlokalen in die Münchner Kammerspiele. Er schrieb einen Antikriegsroman für junge Menschen, der in sechs Sprachen übersetzt wurde. Rudolf Frank (1886‒1979) war Schauspieler, Regisseur, Romanautor, Verfasser von Theaterstücken, Filmskripten und Rundfunktexten, Journalist und Übersetzer. Als Sohn einer deutsch-jüdischen Mainzer Familie begeisterte er sich schon in der Gymnasialzeit für das Theater. Nach der Promotion zum Dr. jur. ergriff ihn „der Theaterteufel“. Stationen seiner Bühnenzeit waren unter anderem Berlin, Meiningen, Frankfurt und München. Als Leiter einer Schauspieltruppe tourte er zwei Jahre durch Italien. Schon 1933 wurde Rudolf Frank zwei Monate lang in Berlin inhaftiert. 1936 emigrierte er nach Wien, von dort gelang ihm in letzter Minute die Flucht in die Schweiz. Rudolf Franks Autobiographie Spielzeit meines Lebens liest sich wie ein Who‘s who der Theater- und Künstlerwelt.

Herausgegeben von Vincent Frank-Steiner 



Sabine Neubert

geboren in Naumburg/ Saale. Theologiestudium an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Seit 1975 Kulturredakteurin in Weimar, dann Leiterin der Literaturabteilung der überregionalen Tageszeitung Neue Zeit in Berlin. Später Religionspädagogin u.a. am Musikgymnasium in Weimar und freischaffend als Literaturkritikerin tätig. Weitere Buchveröffentlichung: Lebendige Steine … Kirchen in und um Weimar.

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