Kolja Lessing

Ursula Mamlok

Komponistin zwischen New York und Berlin

Sprache: Deutsch
82 Seiten, Broschur
18 Abbildungen
ISBN: 978-3-95565-636-2
Erschienen: 2024
8,90 €

Jüdische Miniaturen Bd. 317

Schon in ihrer Jugend stand für Ursula Mamlok (1923–2016) ein einziges Berufsziel fest: Komponistin – ungeachtet aller gesellschaftlichen und politischen Widrigkeiten im Berlin der 1930er Jahre, das sie mit ihren Eltern buchstäblich in letzter Minute 1939 verließ. Aus dem deprimierenden Exil in Ecuador konnte sie sich dank eines Stipendiums der Mannes Music School New York 1940 befreien. Damit begann eine ebenso spannende wie hürdenreiche Reise zur ureigenen kompositorischen Identität, ein langer, faszinierender Weg zum persönlichen Idiom. Nach einer erfolgreichen Laufbahn in den USA wagte Ursula Mamlok als Grande Dame der Neuen Musik 2006 nach dem Tod ihres Mannes Dwight Mamlok den Neuanfang in Berlin: ein mutiger Schritt, der ihr eine zweite, europäische Karriere eröffnete.



Kolja Lessing

Geiger, Pianist und Musikwissenschafter (Dr. phil.); Wiederentdecker vieler, zumeist NS-verfemter Komponistinnen und Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts, ebenso Uraufführungsinterpret zahlreicher Widmungswerke, u. a. von Haim Alexander, Tzvi Avni, Abel Ehrlich, Berthold Goldschmidt, Ursula Mamlok, Krzysztof Meyer, Ignace Strasfogel und Dimitri Terzakis. Professor für Violine an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Mehrfache Auszeichnungen, u. a. Deutscher Kritikerpreis für Musik 2008, Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland 2020.