Ruben Gerczikow, Monty Ott

„Wir lassen uns nicht unterkriegen“

Junge jüdische Politik in Deutschland

Sprache: Deutsch
180 Seiten, Klappenbroschur
0 Abbildungen
ISBN: 978-3-95565-557-0
Erscheint vorauss. 10/2022
22,00 €

Viele junge Jüdinnen:Juden haben sich der Vergangenheit in bemerkenswerter Weise in gesellschaftspolitischen Diskursen zu Wort gemeldet. Mindestens 25 000 von ihnen sind im Alter zwischen 18 und 35 Jahren. Ihr Auftreten ist angesichts der virulenten Bedrohung des Antisemitismus alles andere als selbstverständlich. Doch wer sind diese jungen Menschen, die sich zu Wort melden? Was treibt sie an? Wie steht ihr politisches Engagement im Zusammenhang mit ihrer jüdischen Identität? 

Diesen Fragen gehen Ruben Gerczikow und Monty Ott nach. Mit ihren Reportagen tragen sie ein Kaleidoskop jüdischer Identitäten zusammen, das im Widerspruch zu der erinnerungskulturellen Festschreibung von Jüdinnen:Juden als passive Opfer steht. Die einzelnen Kapitel beleuchten, wie junge Jüdinnen:Juden in unterschiedlichsten gesellschaftlichen Sphären Räume erkämpfen. Sie erzählen davon, wie eine junge Generation von Jüdinnen:Juden ein neues Selbstbewusstsein entwickelt, durch das sie Handlungsmacht in dieser Gesellschaft besitzen. 

Mit einem Vorwort von Remko Leemhuis und einem Nachwort von Felix Klein 



Ruben Gerczikow

Kommunikationswissenschaftler, recherchiert zu antisemitischen Strukturen. Regelmäßig kommentiert er das politische Tagesgeschehen und bezieht explizit Position zu Antisemitismus, Rechtsextremismus und Islamismus. Von 2019 bis 2021 war er Vizepräsident der European Union of Jewish Students sowie der Jüdischen Studierendenunion Deutschlands. Er ist glühender Anhänger des 1. FC Köln.

Monty Ott

Politik- und Religionswissenschaftler, forscht zu queer-jüdischer Theologie. Regelmäßig kommentiert er das politische Tagesgeschehen und bezieht explizit Position zu Antisemitismus, Erinnerungskultur und Queerness. Seit über einem Jahrzehnt engagiert er sich in der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit. Von 2018 bis 2021 war er Gründungsvorsitzender von Keshet Deutschland e. V.