Woher der Wind wehte

Familienchronik und Exiltagebücher der Charlotte Baerwald, geb. Lewino

Charlotte Baerwald, geb. Lewino, (1870–1966) hinterließ eine Familienchronik, in welcher sie die Prozesse der Akkulturation und Assimilation ihrer aus der Pfalz stammenden jüdischen Familie sowie der ihres Mannes Arnold Baerwald vor dem Hintergrund der soziokulturellen, politischen und historischen Entwicklung in Deutschland beschreibt.

Die Tochter einer früh verwitweten, alleinerziehenden Mutter studierte Klavier bei Eugenie und Clara Schumann sowie bei Theodor Leschetizky und erzählt ihre Familiengeschichte über bald 150 Jahre. Sie entwirft facettenreiche Portraits und lädt ein, am Alltagsleben dieser Familien teilzuhaben, aus denen bedeutende Ärzte, Wissenschaftler, Juristen, Kaufleute , Künstlerinnen und Künstler hervorgegangen sind. Humorvoll erzählte, heitere Anekdoten sowie Beschreibungen ihrer Begegnungen mit Musikern, Schauspielern, Frauenrechtlerinnen und Politikern vermitteln faszinierende Einblicke in das kulturelle und gesellschaftliche Leben im Deutschland des 19. und 20. Jahrhunderts, künden aber auch vom dann nicht mehr aufzuhaltenden Nationalsozialismus, dessen Verfolgung sie durch Flucht entkommen kann. Zwei Exiltagebücher Charlotte Baerwalds aus Italien und der Schweiz sowie den USA ergänzen diese reich bebilderte Familienchronik.

Herausgegeben und kommentiert von Moritz von Bredow



Moritz von Bredow (Hg.)
Woher der Wind wehte
Familienchronik und Exiltagebücher der Charlotte Baerwald, geb. Lewino
Sprache: Deutsch
592 Seiten, Hardcover
91 Abbildungen
ISBN: 978-3-95565-206-7
39,00 €