Cover von 75 Leben

75 Leben

von Maike Brüggen (Hg.)
„75 Leben“ skizziert biographisch das Leben von 75 Menschen, die das Frankfurt der Vorkriegszeit ihr Zuhause nannten. Einige lebten lediglich für einen kurzen Zeitraum in der Stadt, andere verbrachten nahezu ihr gesamtes Leben hier – allen gemein ist, dass sie Frankfurt am Main nicht freiwillig verließen. Die einen wurden deportiert und in einem der zahlreichen Konzentrationslager ermordet. Den anderen gelang die Flucht in ein sicheres Exil. Wiederum andere wählten den Freitod. Ausgangspunkt des Buches ist die sogenannte Deportationskartei der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, welche auf rund 6500 Karteikarten die Lebens- und Adressdaten von Gemeindemitgliedern bis zu ihrer jeweiligen Deportation festhält. Die einzelnen Textbeiträge erzählen das Leben dieser Menschen, die im Zuge der NS-Diktatur die Stadt verließen. Lediglich einige wenige der hier Porträtierten fanden ihren Weg nach Ende des Zweiten Weltkrieges nach Frankfurt zurück. Herausgegeben von der Historikerin Maike Brüggen in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main Mit einem Grußwort von Marc Grünbaum Mit Beiträgen von Edgar Bönisch | Maike Brüggen | Dorothee Glawe | Christine Hartwig-Thürmer | Ira Haller | Anja Heuß | Jens Hoppe | Cilli Kasper-Holtkotte | Elisa Klapheck | Dorothee Linnemann | Matthias Thoma | Helga Roos | Sonja Roos | Birgit Seemann | Eva Ulmer | Laura Vollmers | Alexander Zinn
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Titel
75 Leben
Autor/innen
ISBN
978-3-95565-660-7 9783955656607
Erschienen
2024
Bindung
gebunden
Seiten
392
Abbildungen
75
Format
15.8 × 20 cm (B × H)
Sprache
Deutsch

Pressestimmen

In dem Konvolut von Karteikarten sei nur ein Teil der Frankfurter:innen erfasst, die in der Zeit des Nationalsozialismus deportiert wurden, sagt die Historikerin und Provenienzforscherin Maike Brüggen, die Herausgeberin von '75 Leben' ist. 30 000 Jüdinnen und Juden lebten nach ihren Angaben bis 1933 in Frankfurt, knapp zwei Drittel sei die Flucht ins Ausland gelungen, etwa 10 000 seien deportiert worden. Anja Laud, Frankfurter Rundschau, 3. Mai 2024 

Anhand bewegender Lebensgeschichten veranschaulicht die jüngst im Hentrich & Hentrich Verlag erschienene Publikation '75 Leben' die tiefe Verbundenheit der jüdischen Vorkriegsbevölkerung zur Stadt Frankfurt. Das Buch schlägt zudem eine emotionale Brücke zu den Lebenserfahrungen der heutigen Gemeindemitglieder. Frankfurt-live, 1. Juli 2024 

Ein eindringliches Buch FAZ-Buchtipp, 1. Dezember 2024 

In jeder Biografie, in jedem Menschenleben tritt der große Schmerz jenes Zivilisationsbruchs hervor und zugleich die Verbindungen – familiärer und freundschaftlicher Art – zu vielen weiteren Menschen und deren Schicksale der 'furchtbaren Jahre 1933-1945' (FB). In vielen Biografien wird auch die Zeit nach 1945 in den Blick genommen, auch mit den großteils quälenden Bürokraten der 'Entschädigung' und 'Wiedergutmachung'. Marc Fachinger, Zeitzeugen Limburg, 28. Februar 2025 

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