Cover von Auf dem Weg nach Berlin

Auf dem Weg nach Berlin

Kriegstagebücher der Roten Armee berichten - Tagesetappe Rehfelde, Werder, Zinndorf

Von der Geschichtswissenschaft bislang völlig unbeachtete Kriegstagebücher der Roten Armee berichten, wie sich seit dem Morgen des 21. April 1945 die 8. Gardearmee von Seelow kommend auf ihrem Weg in die Reichshauptstadt voran kämpfte. Am Abend meldete ihr Kommandeur W. I. Tschuikow u. a. die Einnahme der im Mittelpunkt des Buches stehenden Dörfer Rehfelde, Werder und Zinndorf. Vor dem Hintergrund des am 22. Juni 1941 entfesselten Vernichtungskrieges gegen die UdSSR wird der Verlauf blutiger Schlachten vor Berlin beschrieben und das alltägliche Leben der Bevölkerung erhellt. Erstmals erstellte „Totenlisten“ nennen die Namen von Dorfbewohnern, Wehrmachtsangehörigen, Zwangsarbeitern, Rotarmisten und westalliierten Soldaten, die an der Front bzw. auf den Gemarkungen der drei Dörfer Opfer des Krieges wurden.

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Titel
Auf dem Weg nach Berlin
Kriegstagebücher der Roten Armee berichten - Tagesetappe Rehfelde, Werder, Zinndorf
ISBN
978-3-95565-446-7 9783955654467
Erschienen
2021
Bindung
gebunden
Seiten
236
Abbildungen
112
Format
17.1 × 24.4 cm (B × H)
Sprache
Deutsch

Pressestimmen

»Den Autoren ist ein aussagestarker, anregender und beeindruckend gestalteter Band gelungen. […] Sie schreiben Kriegsgeschichte gleichsam »von unten«. […] Was in Eile und zeitnah notiert wurde, kann nur mit innerer Bewegung und menschlicher Anteilnahme gelesen werden. […] Erika und Gerhard Schwarz zeichnen ein detailreiches, Nachdenklichkeit erzwingendes und mahnende Erinnerungen forderndes Bild vom Geschehen in kleinen Orten der Mark Brandenburg, ein Bild, das zugleich großes »Welttheater« spiegelt.«  Neues Deutschland, 18. Juni 2021

»Das Buch […] erschließt der Forschung und den deutschen Lesern bisher unbekannte Informationen und militärhistorische Fakten und bietet damit auch heimatgeschichtlich Interessierten notwendige Orientierungen an.« Märkischer Sonntag, 26. Juni 2021

»Kriegstagebücher, Kommandeursbefehle, Stabskarten, Gefechtsanalysen und Totenbücher sind […] nun erstmals zugänglich, können ausgewertet, die Puzzleteile zusammengesetzt und so die damaligen Ereignisse vor allem aus der Perspektive der sowjetischen Soldaten und Offiziere erzählt werden. In Ergänzung zu dem, was bisher noch vereinzelt deutsche Zeitzeugen zu erzählen wussten, schließen sich nun gewisse Lücken in den Darstellungen, die es bisher oft gab, können Schilderungen präzisiert und offene Fragen beantwortet werden.« Märkische Oderzeitung, 5. Juli 2021  

»Das Ehepaar Schwarz hat mit dem Band ›Auf dem Weg nach Berlin‹ […] eine Gemeinschaftsarbeit vorgelegt, die von wissenschaftlicher Akribie und klarer politischer Haltung zeugt. Erstmals werden hier Kriegstagebücher der Roten Armee, besonders Gefechtsberichte der unteren Einheiten, die in Moskau freigegeben und in der Geschichtswissenschaft bisher nicht beachtet wurden, in ihrer handschriftlichen bzw. Schreibmaschinenfassung entschlüsselt, übersetzt und ausgewertet. Eine mühsame, äußerst zeitaufwendige, wertvolle Arbeit.« Junge Welt, 16. August 2021

Besprochen in konkret, August 2021

»Nicht nur den Bewohnern der drei Orte, sondern Geschichtsinteressierten aller Generationen in Brandenburg und nicht zuletzt Militärhistorikern ist dieses Buch sehr zu empfehlen.« Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung, September 2021

»Die Verfasser machen ihr überreiches Material für eine detaillierte Darstellung des Lebens, Kämpfens und Sterbens sowohl der Soldaten beider Seiten als auch der Zivilbevölkerung in jenem Teil Berlins und Brandenburgs […] nutzbar. Dabei wird das Große im Kleinen und das Kleine im Großen aufgespürt und miteinander verbunden. Anders gesagt: Die letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges in Rehfelde und Umgebung werden als teil welthistorischer Entwicklungen, die die Lage vor Ort beeinflussten, ebenso dargestellt wie die Auswirkungen der Angriffsziele und Abwehrkämpfe um Altlandsberg, Neuenhagen, Rehfelde, Herzfelde und Seelow usw. als Teil der ›Berliner Operation‹ in ihren Auswirkungen auf die deutsche und internationale Geschichte.« Reinhold Zilch, jot w.d. 10/2021

»Die Autoren erläutern und erhellen mit exakt recherchierten Fakten die Militär- und Alltagsgeschichte jener Tage. Sie schreiben gekonnt die Kriegsgeschichte »von unten«. Sie ergründen und schildern, wie die Rotarmisten der 8. Gardearmee, die Kriegsgefangenen, Zwangsarbeiter:innen einschließlich der Zivilbevölkerung das rücksichtslose Grauen in den letzten Kriegswochen persönlich erlebten. […] E. und G. Schwarz schließen mit den erstmalig publizierten Quellen eine empfindliche Lücke zum Kriegsgeschehen im Frühjahr 1945. […] Eine detaillierte und zugleich mahnende Publikation.« Unser Blatt, September 2021

»Auf dem Weg nach Berlin ist ein fundiertes, wissenschaftliches Buch, welches mit Quellen arbeitet, die von unschätzbarem Wert sind.« PrettyInNoise, 19. März 2022 

An jenem Datum wurden etwa auf einer Linie zwischen Strausberg und Rüdersdorf etliche Orte eingenommen, darunter die Dörfer Rehfelde, Werder und Zinndorf. [...] Akribisch hatten die beiden dafür insbesondere die Kriegstagebücher der Roten Armee ausgewertet. Thomas Berger, Märkische Oderzeitung, 28. April 2025

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