Hanna Shay, geb. Herzberg, lässt in ihren Erinnerungen die Erfahrungen und Perspektiven eines jungen jüdischen Mädchens lebendig werden, das während der NS- Diktatur aufwuchs. Ihre Großeltern waren noch fest im Judentum verwurzelt, ihre Eltern hingegen überzeugte Sozialisten und Pazifisten. Nach der Machtübernahme durch die Nazis wurde die Familie aus Erfurt auf eine ungewisse Odyssee durch Europa gezwungen.
Hanna berichtet von der Internierung im Durchgangslager Westerbork über Theresienstadt bis nach Auschwitz, wo Hannas Vater ermordet wurde, und von verschiedenen Zwangsarbeitslagern. Sie schildert detailliert die allmählich zunehmenden Entbehrungen, denen sie und ihre Familie ausgesetzt waren, sowie die Bedingungen in den Lagern. Darüber hinaus beschreibt sie das „Wiedererwachen“ in der Nachkriegszeit nach ihrer Befreiung aus Mauthausen in Österreich am 5. Mai 1945. Später siedelten Hanna, ihre Schwester und ihre Mutter nach Kalifornien, wo Hanna 2003 verstarb.
Ihre 1989 für ihre Nachkommen verfassten Erinnerungen teilt ihre Familie nun mit der Öffentlichkeit, ergänzt durch ein Nachwort ihrer Kinder, Familienfotos, erläuternde Dokumente, Illustrationen und historische Analysen.
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