Zu den markantesten Denkmalen auf dem Friedhof der Jüdischen Gemeinde in Berlin-Weißensee gehört eine imposante Grabanlage für die jüdischen Gefallenen des Weltkrieges 1914-1918. Im Sommer 1927 von Rabbiner Leo Baeck mit mehr als 10.000 Teilnehmern eingeweiht, wurden hier fast 400 Bestattungen vorgenommen. Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich erstmals mit dem Schicksal der hier beigesetzten jüdischen Gefallenen und zeichnet deren Lebensumstände nach. In theoretischen Aufsätzen untersuchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berliner Centrum Judaicum das Ehrenfeld unter kunsthistorischem Aspekt, den Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten als Initiator des Denkmals, die auf dem Friedhof bestatteten russischen jüdischen Kriegsgefangenen 1916-1919 und weitere auf dem Friedhof beigesetzte deutsche jüdische Soldaten des Ersten Weltkrieges.
Gemeinsam herausgegeben von der Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum und dem Militärgeschichtlichen Forschungsamt Potsdam. Mit Beiträgen von Daniela Gauding, Jakob Hübner, Chana Schütz und Barbara Welker
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