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Der Fall Foerster

Die deutsch-japanische Maschinenfabrik in Tokio und das Jüdische Hilfskomitee

W. R. Foerster war einer der führenden Industriellen Japans. In seiner Fabrik, der NICHIDOKU KIKAI SEISAKUJO, beschäftigte er während der Zeit des Nationalsozialismus eine beträchtliche Anzahl jüdischer Flüchtlinge aus Deutschland und den besetzten Gebieten. Mithilfe des „Jüdischen Flüchtlingskomitees“ sorgte Foerster für alle notwendigen Einreiseformalitäten und übernahm die anfallenden Reisekosten. Aufgrund seines Widerstandes wurde er im Mai 1943 auf Veranlassung deutscher Stellen, unter dem Vorwand der Spionage zu Gunsten der Sowjetunion, verhaftet und gefoltert. Anhand noch verfügbarer Akten wird sein Leben erstmals rekonstruiert. Dem Autor gelingt es, das Geflecht aus Lügen und Desinformation ehemaliger deutscher NS-Beamter, dem sich Willi Foerster bis zu seinem Tod 1966 ausgesetzt sah, zu durchbrechen.
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Titel
Der Fall Foerster
Die deutsch-japanische Maschinenfabrik in Tokio und das Jüdische Hilfskomitee
Autor/innen
ISBN
978-3-95565-225-8 9783955652258
Erschienen
2017
Bindung
Klappenbroschur
Seiten
262
Abbildungen
10
Format
12.9 × 20 cm (B × H)
Sprache
Deutsch

Pressestimmen

„Der Ingenieur und Manager war ein Anti-Nazi und man erfährt auf diesen Seiten sehr authentisch von seiner Geradlinigkeit und seiner Energie. Trotz der geradezu kafkaesken Gefangenheit in deutscher und alliierter Nachkriegsbürokratie hat er nie aufgegeben. Dies ist ein Stück echter Zeitgeschichte, das auf Korrespondenzen und anderen Dokumenten basiert [...]“ Düsseldorfer Lesefreunde, September 2017

„Eine höchst beeindruckende, empfehlenswerte und nachdenklich stimmende Lektüre“ OAG Notizen 1/2018

Rezension in der ekz-Publikation, ID bzw. IN 2017/48

Ein jetzt erschienenes Buch rückt einen Mann ins Rampenlicht, den in seiner Heimatstadt fast niemand kennt: Willy Rudolf Foerster galt einst als reichster Ausländer Japans. Seine Geschichte liest sich wie ein Hollywood-Drehbuch. Freie Presse, 23. Januar 2018

Pressebeitrag in der Freien Presse, 27. Januar 2018

„Insofern ist Jochems Buch über den ‚Fall Foerster’ eigentlich auch und vor allem ein Buch über die Anfangsjahre der jungen Bundesrepublik mit ihrer Politik des Vergessens, Vertuschens, Verleugnens und der Rehabilitierung alter Nazis und daher sehr lesenswert.“ informationen. Wissenschaftliche Zeitschrift des Studienkreises Deutscher Widerstand 1933–1945, Juni 2018

„Eine bemerkenswerte Biographie“ Mitteilungen  ̶  Institut für Personengeschichte, Nr. 2/2017

Rezension auf Französisch in der Zeitschrift Le Patriote Résistant, Juli/August 2018

Pressebeitrag in Numeri 24:9, 2. November 2018

Pressebeitrag in tabula rasa, 7. November 2018

„Es ist ein Verdienst von Jochem, Willy Rudolf Foersters Wirken ins öffentliche Gedächtnis zu rufen, ohne dabei dessen steitbaren Charakter zu verklären. Dem Autor ist es gelungen, eine packende und vielschichtige Biografie zu verfassen, deren Lektüre sich vor allem im Hinblick auf die Einflussnahmen und ungebrochenen Kontinuitäten ehemals regimetreuer Bürokraten und Diplomaten in der Nachkriegszeit lohnt.“ Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 67(2019)

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