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Ein verhinderter Welterfolg

Politik und Operette nach 1933 am Beispiel „Grüezi“ von Robert Stolz

Es sollte nichts Geringeres werden als ein Schweizer „Rössl“: die Operette „Grüezi“ von Robert Stolz. Tatsächlich übertrifft deren verrückte Werkgeschichte mit ihren unerwarteten Wendungen und getarnten Autoren manchen Operettenstoff. „Grüezi“ und die Gründung des Musikverlags Zürich waren 1934 der Auftakt zu einem letzten Nachglühen der Gattungsgeschichte der Operette im Exil. Das Stadttheater Zürich war ab 1933 eine der wichtigsten Uraufführungsstätten vertriebener Autoren. „Grüezi“ wurde zu einem der erfolgreichsten Stücke von Robert Stolz und 1938 – samt seiner verschleierten jüdischen Mitautoren – den Nazis zur Neueröffnung des Großen Schauspielhauses in Berlin untergeschoben. Reimar Walthert lädt ein zu einer abenteuerlichen Spurensuche nach der unglaublichen Geschichte eines vergessenen Stücks.
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Titel
Ein verhinderter Welterfolg
Politik und Operette nach 1933 am Beispiel „Grüezi“ von Robert Stolz
Autor/innen
Verlag
Hentrich und Hentrich Verlag Berlin
ISBN
978-3-95565-520-4 9783955655204
Erschienen
2022
Bindung
Klappenbroschur
Seiten
164
Abbildungen
56
Format
16 × 23.3 cm (B × H)
Sprache
Deutsch

Pressestimmen

Ein wunderbares und unbedingt empfehlenswertes Buch! Dem Autor gelingt nicht nur ein umfassendes Portrait von Robert Stolz Operette 'Grüezi' - sondern vielmehr ein tiefer Einblick in die Produktionsmechanismen der Revue-Operette in den 1930er Jahren im Allgemeinen und schließt somit eine wichtige, wissenschaftlich und publizistisch bis dato nie geschlossene Lücke. Minutiöse dramaturgische und musikwissenschaftliche Analysen mit überraschenden und unerwarteten Einblicken, wer kompositorisch an diesem Werk alles beteiligt war, Aufführungsstatistiken, fundierte Quellenanalysen einer ganzen Fülle an bis dato nie zuvor ausgewertetem Material - vom Speziellen zum Allgemeinen gelingt es dem Autor vortrefflich ausgehend von GRÜEZI ein Bild der Gattung Revue-Operette insgesamt zu zeichnen, wenn sich über die These, die Revue-Operette stehe Offenbach näher als der Wiener Operette, trefflich diskutieren ließe - der Autor findet hierfür jedenfalls triftige und gut begründete Argumente und das alles leicht und gut lesbar. Eine absolute Lektüre-Empfehlung!!! Daniel Hirscher, Operettenspezialist

»Eine profunde Publikation mit detaillierten Analysen von Musik und Libretto und Recherchen zu Aufführungen im Kontext der politischen Situation. Was bleibt nach der mit Fotos großzügig ausgestatteten Lektüre? Vor allem der Wunsch, »Grüezi« in einer frechen Inszenierung kennenzulernen. Übernehmen Sie, Barrie Kosky!« Orpheus, November/Dezember 2022

Zwar rechnet Walthert Grüezi bei Analyse von Orchestrierung und musikalischer Dramaturgie der Revueoperette zu, distanziert sich jedoch deutlich von deren qualitativer Abwertung: Als Reaktion auf eine durch Schematisierung ausgelöste Operettenkrise bediene sie sich der Schnitt- und Collagetechnik des Films, orientiere sich in frech-karikierendem Habitus und Doppelbödigem mithin noch eher an Offenbach als die Wiener Operette. Stichhaltig widerspricht er auch pauschalierenden Befunden angeblicher Trivialität. So enthalte auch Grüezi opernnah durchkomponierte Passagen sowie sozialkritische oder antimilitaristische Statements in den Texten Gilberts. Andreas Vollbert auf info-netz-musik, April 2023 

Ausführlich analysiert Walthert die vielfältigen Gründe für das Verschwinden des Stückes, die andererseits die Möglichkeit eröffnen, es neu in der ursprünglichen Form zu entdecken, was ihm mit der Bühne Burgäschi mit großem Erfolg gelungen ist. Diese Erfahrung ist denn auch bei Lektüre des Bandes zu spüren, der von subtiler Kenntnis der Gattung getragen ist. Das Historisch-Politische Buch, Heft 70 

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