Cover von Eine Freundschaft im Zeichen Stefan Georges

Eine Freundschaft im Zeichen Stefan Georges

Briefe aus den Jahren 1934–1951

Der Briefwechsel zwischen Edith Landmann (1877–1951) und Renata von Scheliha (1901–1967), der 1934 in Berlin begann und 1951 mit Edith Landmanns Tod in Basel endete, wirft ein neues Licht auf den George-Kreis. Die ebenso hochgestimmte wie spannungsreiche Freundschaft zwischen der 57-jährigen jüdischen Philosophin und langjährigen Gastgeberin Stefan Georges und der um mehr als zwanzig Jahre jüngeren Altphilologin zeigt, wie Frauen sich frauenfeindlichen Umständen anpassen und sich ihnen zugleich entziehen konnten, indem sie ihre eigenen Werte schufen. Der Briefwechsel wirft nicht nur ein Licht auf diese Quadratur des Kreises, er zeugt auch von der Widerstandskraft zweier Frauen in der Nazizeit: Unter schwierigen politischen Umständen unterstützten sie einander und ihre gefährdeten Freundinnen mit bewundernswerter Konsequenz. Damit entsteht nebenbei ein eindringliches Zeitbild der von Katastrophen heimgesuchten Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts.
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Titel
Eine Freundschaft im Zeichen Stefan Georges
Briefe aus den Jahren 1934–1951
ISBN
978-3-95565-559-4 9783955655594
Erschienen
2022
Bindung
Broschur
Seiten
444
Abbildungen
56
Format
16 × 23.3 cm (B × H)
Sprache
Deutsch

Pressestimmen

Man kann den [Herausgebern] durchaus beipflichten, wenn sie bemerken, dass mancher Gedanke, manche Ansichten wie das Übermaß der Wertschätzung der Dichtung Stefan Georges oder des antiken Kulturerbes heutigen Lesern fremd geworden sind und 'bisweilen Kopfschütteln verursach[en]', aber durch die intellektuelle Höhe des Austausches und der fundierten Kenntnisse eben auch 'zu eigenem Nachdenken anregen' können (434). Hierin liegt nicht zuletzt eine keineswegs geringzuschätzende Qualität dieses Briefwechsels. Friedrich Voit, literaturkritik.de, 23. März 2023

Ab Oktober 1937 wohnte auch Edith Landmann in Berlin. [...] In Basel bildeten die drei ihre nächste Wohngemeinschaft. Da widmeten sie sich weiter George, nicht zuletzt, um ihn programmatisch gegen den Vorwurf zu verteidigen, seine 'Welt … sei mit der des Nationalsozialismus zu vereinen'. Jamal Tuschick, der Freitag, 5. Februar 2023 

Die beiden Frauen waren auch dadurch miteinander verbunden, daß sie zu denjenigen aus dem Umkreis Georges gehörten, die von Anfang an dem Nationalsozialismus ablehnend gegenüberstanden, Scheliha solidarisierte sich mit den verfolgten Juden (S. 432). Die beiden Freundinnen planten eine Art Manifest, in dem sie darlegen wollten, daß die Überzeugung falsch war, die Welt des Dichters George sei mit dem Nationalsozialismus vereinbar (S. 12). IFB 31/2023

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