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Endstation Hollywood

Das Leben des Paul „Hulle“ Huldschinsky (1889–1947)

Thomas Mann bezeichnete ihn als einen „der feinsten, liebenswürdigsten, nobelsten Menschen, die ich gekannt habe“ und versicherte in seinem Kondolenzbrief: „Ich werde unserem Hulle, solange ich lebe, ein herzlich ehrendes Andenken bewahren.“ Kein einziges Foto von Paul Huldschinsky hätte sich in den Archiven erhalten, hieß es in einem 2003 publizierten Beitrag über Thomas und Katia Manns früheren Nachbarn in München und späteren Innenarchitekten in Pacific Palisades, und seine Spuren hätten „allesamt etwas Schemenhaftes, eingefangen in fremden Spiegeln“. In den vergangenen Jahren aufgefundene Briefkonvolute, und vor allem ein in der Familie erhaltener Nachlass und reicher Fundus an Fotos, haben es nun ermöglicht, die Lebensgeschichte von Paul „Hulle“ Huldschinsky zu erzählen. Der Sohn von Oscar Huldschinsky, einem der reichsten, jüdischen Unternehmer und bedeutenden Kunstsammler in Berlin, wuchs im Luxus auf, lebte den Alltag eines Bohemiens, war in den 1920er-Jahren ein erfolgreicher Innenarchitekt und emigrierte nach KZ-Gefangenschaft Ende 1938 nach Kalifornien, wo er in den Filmstudios von Hollywood als Filmausstatter Karriere machte und sogar mit einem Oscar geehrt wurde.
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Titel
Endstation Hollywood
Das Leben des Paul „Hulle“ Huldschinsky (1889–1947)
ISBN
978-3-95565-678-2 9783955656782
Erschienen
2024
Bindung
Klappenbroschur
Seiten
184
Abbildungen
125 (Farb- und S/W-Abb.)
Format
14.5 × 20 cm (B × H)
Sprache
Deutsch

Pressestimmen

Es ist ein Buch, das auf knapp 200 Seiten ganz nah an seiner Hauptfigur bleibt und dabei die Biografie eines Vergessenen zeichnet. Das Panorama von Paul Huldschinskys Geschichte entfaltet sich dabei nicht aus einem breit angelegten historischen Entwurf, sondern – und das ist gut so – aus dem ganz konkreten Verfolgen der Verästelungen eines Lebens, seiner Höhepunkte und Abgründe. Francis Nenik, Leipziger Internet-Zeitung, 12. Dezember 2024 

Sohn reicher Eltern, KZ-Häftling, später Innenarchitekt von Thomas Mann und Oscar-Gewinner: Das wechselvolle Leben von Paul Huldschinsky (1889-1947) hat die Feldafinger Autorin Eva-Maria Herbertz aus Briefen und Nachlässen rekonstruiert und dabei einen Schatz gehoben. Sandra Sedlmaier, Merkur, 2. Februar 2025 

Überhaupt sind es die intensiven Gespräche mit Huldschinskys Tochter und die vielen Briefe und Dokumente, die Herbertz Buch zu etwas Besonderen machen – so, als würde sie mit einer Lupe auf Leben und Werdegang dieses Mannes blicken. Im Umlauf waren über Huldschinsky zuvor nur die gängigen Etiketten gewesen: Er sei ein Bohemien, hieß es, ein Sohn aus reichem Hause, lebe auf Kosten seines Vaters und ein Luftikus, der nicht mit Geld umgehen könne. All das will nicht so recht zusammenpassen mit dem Huldschinsky, den Herbertz aus dessen persönlichen Briefen kennt, der empathisch ist und empfindsam. Sabine Bader, Süddeutsche Zeitung, 24. Februar 2025

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