Cover von Jude Sein.

Jude Sein.

Ansichten über das Leben in der Diaspora

In 31 kurzen Polemiken, die auf jeweils aktuellen Geschehnissen aufbauen, beschreibt Sandra Kreisler das Gefühl, als Jüdin in Deutschland, Österreich, Europa zu leben. Radikal parteiisch, weil der Gegner übermächtig scheint, benennt sie den ‚Antisemitismus 2.0’, der sich über den vermeintlich rechtschaffenen Weg der Israelkritik ungestört seinen Weg ins Herz unserer Gesellschaft bahnt, und, von Fakten unbeleckt, seine Wurzeln gleichermaßen in linke, rechte und Mainstreamdebatten schlägt.

Dünnhäutig und verletzlich, zugleich bissig und immer wieder auch mit dem berühmten Kreisler'schen schwarzen Humor ausgestattet, offenbaren ihre Essays, wie tief der Antisemitismus immer noch unbemerkt – und vor allem weitgehend unbekämpft – unserer Gesellschaft innewohnt.

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Titel
Jude Sein.
Ansichten über das Leben in der Diaspora
Autor/innen
ISBN
978-3-95565-435-1 9783955654351
Erschienen
2021
Bindung
Klappenbroschur
Seiten
248
Format
12.9 × 20 cm (B × H)
Sprache
Deutsch

Pressestimmen

»Sandra Kreislers Buch ist eine bissige Kampfansage an jegliche Formen des Antisemitismus. Ihr besonderes Verdienst ist es, dass sie den auf Israel bezogenen Antisemitismus, der von unterschiedlichen politischen Lagern immer wieder als inexistent oder als Erfindung der israelischen Regierung diffamiert wird, schonungslos aufzeigt. Ferner tritt sie der Delegitimierung, Dämonisierung und den Doppelstandards, mit denen der jüdische Staat regelmäßig konfrontiert ist, mit Fakten und spitzer Zunge entgegen. Dabei steht die 59-Jährige in ihrer wortgewandten Direktheit ihrem Vater, Georg Kreisler (1922-2011), dem anarchistischen Sänger, Dichter und Komponisten in Nichts nach.« haGalil, 6. April 2021

Radio-Interview bei Radio Corax, 13. April 2021

»Die Chansonsängerin und Schauspielerin Sandra Kreisler, Amerikanerin und gebürtige Münchnerin, schreibt ein schönes, eigenwillig-klares, durchaus durch ihre österreichische Herkunft verziertes Feuilleton-Deutsch. […] Das ist brillant und präzise, so wie eigentlich alle Texte in dem Buch.« Jüdische Allgemeine, 6. Mai 2021

Radio-Beitrag bei Shalom. Jüdisches Leben heute. Deutschlandradio, 30. April 2021

Radio-Beitrag bei Tag für Tag. Deutschlandfunk, 5. Mai 2021 

Radiobeitrag bei hr2, 7. Mai 2021

Besprochen in Wiener Zeitung, 18. Mai 2021 

Radiobeitrag bei Bayern 2, 21. Mai 2021

»Hier kommt kein Klischee, kein Feindbild, keine Lüge ungeschoren davon. Ob die in Deutschland heissgeliebte Wortkreation «Israelkritik», verräterische Formulierungen wie die angebliche «Spirale der Gewalt» in Nahost oder das bekannte Anschmieren israelsolidarischer Individuen als «rechts» (oder Schlimmeres): Kreisler polemisiert zielsicher gegen Unzumutbarkeiten, die längst normalisiert worden sind, wenn sie nicht gar heimlich bis offen begrüsst werden.« Schweizer Monat, Juni 2021 

Besprochen bei Demokratischer Salon, Juli 2021 

»31 Essays, bissige „Ansichten über das Leben in der Diaspora“. Es ist eine Anklageschrift.« Deutschlandfunk Kultur, 25. Juni 2021 

»Ja, sie spricht zu und mit dem Leser. Sie erzählt, der Leser denkt sich seinen Teil dazu. So gelingt es ihr, die Information zu transportieren, ohne belehren zu wollen, und den Horizont des Lesers zu erweitern – wenn der das zulässt. […] Ein zum Nachdenken anregendes Buch, das zu empfehlen ist.« Mitteilungsblatt IRG Baden, September 2021

Leseprobe bei Illustrierte Neue Welt, Ausgabe 3, 2021 

Interview im Delay Magazine, 30. Juni 2022 

Podcast-Beitrag bei NDR Info, Schabat Schalom, 19. August 2022 

Sandra Kreisler hat ein sauber recherchiertes, freilich auch höchst emotionales Buch geschrieben. [...] Damit rückt sie vor allem ein Israel-Bild zurecht, welches sich in den Köpfen vieler Menschen festgesetzt hat. Noch deutlicher: Sie räumt mit Halbwissen, mit Unwahrheiten auf, zerpflückt genüsslich oder auch schmerzvoll die noch immer vorherrschende (falsche) Meinung. Tirol Magazin, April 2023

Sandra Kreisler ärgert als Jüdin manche Schräglagen, nämlich die ihrer Meinung nach allzu einfache Schwarzweißmalerei. Die Guten seien dann die Palästinenser. Die Bösen die Israelis, die Juden. DLF Kultur, 27. Januar 2024

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