Cover von Jüdische Identitäten in der Tschechoslowakei vor und nach dem Zweiten Weltkrieg

Jüdische Identitäten in der Tschechoslowakei vor und nach dem Zweiten Weltkrieg

Im Mittelpunkt dieser Sozialgeschichte des tschechisch-deutsch-jüdischen Zusammenlebens während der Vor- und Nachkriegszeit in der Tschechoslowakei stehen die Erfahrungen von Holocaustüberlebenden im Exil und in den Konzentrationslagern sowie ihre Rückkehr in die Tschechoslowakei nach 1945, ihre Aufnahme durch die tschechische Gesellschaft, ihre Auseinandersetzung mit der deutschen Identität und ihre Beziehung zum Judentum.

Besondere Aufmerksamkeit schenkt die Autorin in ihren Interviews den deutschsprachigen Juden, sahen sich diese doch wegen ihrer sprachlichen Zugehörigkeit außer den zwei Diktaturen (Nationalsozialismus und Kommunismus) auch noch dem tschechischen Nachkriegsnationalismus ausgesetzt. 

Michaela Peroutkova beleuchtet verschiedene Ausdrucksformen von Nationalismus und Antisemitismus, die Verbindung zwischen Sprache, Nationalität und jüdischer Identität sowie weitere Aspekte, die diese Identität im 20. Jahrhundert beeinflussten.

„Die meisten Holocaustüberlebenden glaubten, dass sie in ihr Land zurückkehren würden, mit dem sie sich verbunden fühlten und das sie als ihre Heimat betrachteten. Die Rückkehr sah jedoch völlig anders aus, als sie gedacht hatten. Sie kehrten in eine Gesellschaft zurück, die sie nicht willkommen hieß, sie nicht erwartete und weder materiell noch mental auf sie vorbereitet war. Sie kehrten in ein Land zurück, wo niemand auf sie wartete, denn alle ihre Verwandten und Bekannten waren mit einigen Ausnahmen in Konzentrationslagern gestorben.“

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Titel
Jüdische Identitäten in der Tschechoslowakei vor und nach dem Zweiten Weltkrieg
ISBN
978-3-95565-408-5 9783955654085
Erschienen
2021
Bindung
Klappenbroschur
Seiten
272
Format
16 × 23 cm (B × H)
Sprache
Deutsch

Pressestimmen

Besprochen bei Radio Shalom für Radio FREI Erfurt / Radio Wartburg Eisenach, 22. Juli 2021

»Eine spannende Einführung in die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei. Die Frage, wie Identitäten entstehen und sich entwickeln, bleibt hochaktuell, auch wenn die kulturelle Vielfalt der Ersten Tschechoslowakischen Republik für immer zerstört ist.« Kulturkorrespondenz Östliches Europa, Januar/Februar 2022

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