Cover von Jung und jüdisch in der DDR

Jung und jüdisch in der DDR

Wie fühlten sich junge Jüdinnen und Juden in der DDR? Welche Bedeutung hatten die Familie, die jüdische Gemeinschaft, aber auch das nichtjüdische und gesellschaftliche Umfeld und die Shoah für ihr jüdisches Selbstverständnis? 

Durch Interviews mit ostdeutschen Jüdinnen und Juden, die als Kinder und Jugendliche in den jüdischen Gemeinden der DDR aufwuchsen, vielfältiges Foto- und Videomaterial, Erinnerungsstücke, Briefe, Postkarten und Tagebuchaufzeichnungen erzählen die Autorinnen ein bisher unterbelichtetes Kapitel deutsch-jüdischer Geschichte.

Ihr Ausgangspunkt ist das jüdische Kinderferienlager des Verbands der jüdischen Gemeinden in der DDR, das ab 1961 jedes Jahr an der Ostsee stattfand und paradigmatisch für einen geschützten, aber auch vor der Mehrheitsgesellschaft verborgenen jüdischen Ort steht. Die Kinder, die aus der ganzen DDR dorthin kamen, wuchsen meist in einem nichtjüdischen Umfeld auf. Sie wussten wenig über das Judentum, die einzige Verbindung bestand oft nur über die von Verfolgung und Exil geprägte Familiengeschichte. Für sie war das Ferienlager eine erste Begegnung mit dem Judentum und mit anderen jüdischen Kindern. 

Mit einem Beitrag von Annette Leo
Mit Fotografien von Thomas Sandberg

Buch 27,00 € inkl. MwSt. ggf. zzgl. Versandkosten*

Nicht lieferbar.

Titel
Jung und jüdisch in der DDR
ISBN
978-3-95565-466-5 9783955654665
Erschienen
2021
Bindung
Broschur
Seiten
236
Abbildungen
143
Sprache
Deutsch

Pressestimmen

»Man erfährt in den hier erzählten Details, wie schwierig sich all diese Dinge gestalteten. Es gab kaum Materialien oder Bücher. Die einzige koschere Fleischerei lag in Berlin. Viele Familien waren gemischt. Fast niemand habe eine jüdische Ehe schließen können.« DLF Kultur, 17. Dezember 2021 

Podcast-Besprechung bei NDR Info, 24. Dezember 2021 

Besprochen in AVIVA Berlin, 31. Dezember 2021

»Über Juden in der DDR ist in den vergangenen drei Jahrzehnten zwar viel geschrieben worden, allein es fehlte der Blick auf die zweite und dritte Generation nach dem Holocaust, auf diejenigen also, die in der DDR geboren und sozialisiert wurden. Deshalb legen Sandra Anusiewicz-Baer und Lara Dämmig im […] den Band „Jung und jüdisch in der DDR“ vor.« Mitteldeutsche Zeitung, 8./9. Januar 2022

Vorgestellt bei rbb Kultur, Schalom. Jüdisches Leben heute, 14. Januar 2022 

Besprochen bei Sächsische Zeitung, 27. Januar 2022

Besprochen auf Wartburg Radio Eisenach und Radio F.R.E.I., 23./24. Februar 2022

 

»Ein erfrischend anderer, niedrigschwelliger und persönlicher Blick auf die junge jüdische Erfahrungswelt in der ehemaligen DDR.« Jüdische Allgemeine, 5. März 2022 

Leseprobe im DKR-Jahresheft 2023

Geht es um Juden in der DDR, standen bislang Rückkehrer, Prominente, Künstler oder Politiker im Fokus oder das Verhältnis der Staats- und Parteiführung zu den Gemeinden. Der gewöhnliche Alltag indes ist bis heute unterbelichtet. Die Unzufriedenheit darüber motivierte die beiden Autorinnen sich umzuhören. Ihr Buch 'Jung und jüdisch in der DDR' füllt viele weiße Flecke der jüngeren Vergangenheit mit authentischen Stimmen aus der zweiten und dritten Generation der Holocaust-Überlebenden. Was wir daraus über die jüdischen Gemeinden im Osten Deutschlands erfahren, lässt uns deren heutige Situation besser begreifen. Dresdner Neueste Nachrichten, 17. März 2023

Der 'Jung und jüdisch in der DDR' betitelte Band von Sandra Anusiewicz-Baer und Lara Dämmig widmet sich den Lebensrealitäten von Angehörigen der zweiten und dritten Generation nach der Schoa – und der Frage, wie Kinder und Jugendliche aus Familien mit jüdischen Eltern ihr Jüdischsein im Realsozialismus erlebten. Das Buch richtet den Blick weg von den bekannten Persönlichkeiten der jüdischen DDR-Geschichte. Dämmig, ehemals Mitglied der Ost-Berliner jüdischen Gemeinde, und Anusiewicz-Baer, aufgewachsen in Dresden, stellen dafür die Gemeinden und ihre Mitglieder in den großen Städten in den Vordergrund. Jüdische Allgemeine, 3. Oktober 2023

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