Cover von Lexikon der Zahnärzte und Kieferchirurgen im „Dritten Reich“ und im Nachkriegsdeutschland

Lexikon der Zahnärzte und Kieferchirurgen im „Dritten Reich“ und im Nachkriegsdeutschland

Täter, Mitläufer, Oppositionelle, Verfolgte, Unbeteiligte / Band 3.2: Praktiker und Standespolitiker (F–I)

Das vorliegende Werk schließt inhaltlich an das bereits veröffentlichte zweibändige Personenlexikon zu den Hochschullehrern der Zahnheilkunde an. Es fokussiert ebenfalls auf Zahnbehandler und MKG-Chirurgen, die in der Zeit des „Dritten Reiches" und in den angrenzenden Zeitphasen wirkten. Allerdings stehen hier „Praktiker“ und Standespolitiker im Blickpunkt – also Personen, die jenseits von Forschungseinrichtungen tätig waren. Folglich wurden diesmal auch Vertreter der Berufsgruppe der Dentisten einbezogen.
Vorgestellt werden Personen, die mindestens einer der folgenden Gruppierungen zuzurechnen sind: (1) Fachvertreter, die im „Dritten Reich“ verfolgt wurden; sie stellen die absolute Mehrheit der biographierten Personen dar; (2) Zahnbehandler, die im „Dritten Reich“ als Anhänger des NS-Regimes hervortraten; (3) Personen, die durch ihre beruflichen Beiträge als Promotoren des Faches Zahnheilkunde wirkten und schließlich (4) Berufsangehörige, die in standespolitischer oder sonstiger Hinsicht Renommee oder Bekanntheit erlangten.
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Titel
Lexikon der Zahnärzte und Kieferchirurgen im „Dritten Reich“ und im Nachkriegsdeutschland
Täter, Mitläufer, Oppositionelle, Verfolgte, Unbeteiligte / Band 3.2: Praktiker und Standespolitiker (F–I)
Autor/innen
ISBN
978-3-95565-739-0 9783955657390
Erschienen
2025
Bindung
Hardcover
Seiten
1368
Abbildungen
212
Format
17.1 × 24.4 cm (B × H)
Sprache
Deutsch

Pressestimmen

„Erst im Jahr 2017 war das Forschungsprojekt nach hartem Kampf bewilligt worden. Lange Zeit war man nämlich von der Vermutung ausgegangen, dass Medizinern, die nur für 28 Zähne verantwortlich sind, keine größere Bedeutung während der Naziherrschaft beizumessen wäre. Während die Humanmediziner in den Fokus gerieten, blieben die Zahnärzte unerwähnt, die Geschichte der Zahnmedizin habe einen großen Bogen um sie gemacht, formuliert der Professor [Groß], nicht zuletzt mitunter auch aus einer Schüler-Lehrer-Loyalität heraus, trotz des Wissens, dass zahlreiche Hochschul-Dozenten und Professoren eine bewegte nationalsozialistische Vergangenheit hatten.“ Rudolf Schroeder, Aachener Zeitung, 25. Oktober 2025

Groß fand heraus, dass Hochrechnungen zufolge 50 bis 55 Prozent der rund 11.000 unter Hitler praktizierenden Zahnmediziner Mitglieder der NSDAP waren – ein vergleichsweise hoher Wert. In der deutschen Ärzteschaft gehörten etwa 45 bis 50 Prozent der Hitler-Partei an, in der Lehrerschaft rund 30 Prozent. Felix Bohr, Spiegel, 28. Oktober 2025 

German dentists have offered a belated acknowledgment of their profession’s brutal practices under the Nazis, admitting broad 'systemic' involvement in crimes at concentration camps, including sadistic tooth extractions, human experiments, forced sterilisations and murder. Deborah Cole, The Guardian, 30. Oktober 2025 

Ein unverzichtbares Nachschlagewerk Zahnärztliche Nachrichten, Februar 2026

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