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Nazis und der Nahe Osten
Wie der islamische Antisemitismus entstand
Dieser neue Blick auf die Nahostgeschichte ermöglicht eine präzisere Beurteilung der Gegenwart: Was genau ist „islamischer Antisemitismus“? Wie tritt er gegenwärtig in Deutschland und Frankreich in Erscheinung? Was macht ihn besonders gefährlich?
Erst wenn wir begreifen, wie stark die moderne Nahostgeschichte von den Nachwirkungen des Nationalsozialismus geprägt ist, werden wir den Judenhass in dieser Region und dessen Echo unter Muslimen in Europa richtig deuten und adäquate Gegenmaßnahmen entwickeln können.
Pressestimmen
„Der Antisemitismus der arabischen Welt kam aus Berlin, meint der Politikwissenschaftler Matthias Küntzel. In seinem neuen Buch zeigt er, wie die Nationalsozialisten auch auf Radio-Propaganda setzten, um im Nahen Osten Judenhass zu verbreiten. Das wirkt bis heute nach.“ Deutschlandfunk, 17. Oktober 2019
„Wer Küntzels Buch liest, erhält nicht nur einen Einblick in ein oft vernachlässigtes Kapitel deutscher Geschichte. Es bietet auch eine Perspektive auf aktuelle politische Probleme und gesellschaftliche Debatten, die gängige Erklärungsmuster in Frage stellt. [...] Trotz seiner wissenschaftlichen Fundierung ist das Buch im eingängigen Stil eines journalistischen Essays geschrieben und somit auch für Laien ohne Vorkenntnisse gut lesbar.“ Israelnetz, 29. Oktober 2019
„Ich kann nur jedem raten, das Buch zu lesen. Es nimmt wenigstens einen Allgemeinplatz aus dem Debattenfeld. Allgemein heißt es, der islamische Antisemitismus sei eine Folge des Nahostkonflikts. Küntzel zeigt, dass der islamische Antisemitismus ein deutsch-arabischer Propagandacoup war.“ Der Freitag, 14. November 2019
Besprechung auf HaGalil.com, 15. Dezember 2019
„Ein wichtiger Beitrag für die Entstehungsgeschichte des islamischen Antisemitismus.“ scharf-links.de, 22. Januar 2020
Matthias Küntzel ist eine aufschlussreiche und verständliche Darstellung der Genese des islamischen Antisemitismus gelungen. Das Buch beleuchtet nicht nur die unheilvolle und oft unbekannte Begegnung zwischen Nationalsozialismus und Islamismus, sondern dient auch als Grundlage für die Bekämpfung des heutigen Antisemitismus.“ iz3w Nr. 377, Februar 2020
Besprochen im Portal für Politikwissenschaft, 17. Februar 2020
Besprochen in Audiatur-online, 9. März 2020
„Ein überfälliger Beitrag zur Aufklärung und Bewusstwerdung über ein Thema, das, wie der Autor zu Recht beklagt, zu wenig präsent in wissenschaftlichen und allgemein-öffentlichen Diskursen ist.“ H-Soz-Kult, 3. April 2020
Besprochen in: Süddeutsche Zeitung, 18. Mai 2020
„Auf fundierte und angenehm zu lesende Weise macht sein Buch deutlich, wie erfolgreich die NS-Propaganda im Nahen Osten war, und diese Erkenntnis mag für Linke und Rechte gleichermaßen ein Ärgernis sein, lenkt sie doch den Blick weg von Israel und dem Islam hin zur deutschen Geschichte, die auch im Nahen Osten noch lange Schatten wirft.“ Jüdische Allgemeine, 24. August 2020
Besprochen in Welt am Sonntag, 11. Oktober 2020
„Küntzel lässt beunruhigte Leser zurück, doch seine Warnungen sind fundiert.‟ Tabula Rasa Magazin, 9. Januar 2021
Besprochen auf literaturkritik.de, 8. April 2021
Nazis und der Nahe Osten is simultaneously a scholarly work and an intellectual and political intervention in contemporary debates in Germany. Antisemitism Studies, Spring 2021
Besprochen in Braunschweiger Zeitung, 15. Juni 2021
»Einen Überblick zur Übernahme und Verbreitung antisemitischer Stereotype in der Levante bietet Matthias Küntzel […] Die Damaskusaffaire, die Veröffentlichung der „Protokolle der Weisen von Zion“ auch in arabischer Sprache, die Propaganda das seit 1921 von den Briten eingesetzten Großmufti Amin el-Husseini, die Verbindung der Nazis mit der von Hassan al-Banna gegründeten Muslimbrüderschaft bereits gegen Ende der 1920er Jahre, die systematische Verbreitung der NS-Ideologie im arabischsprachigen Raum – all dies führte dazu, dass sich der Antisemitismus gepaart mit dem Widerstand gegen jüdische Einwanderung etablierte.« Demokratischer Salon, 4. September 2021
»Küntzels Buch bringt pointierte Anregungen zum Verhältnis von nationalsozialistischem und islamischem Antisemitismus, über die Nachzudenken lohnt.« Neue Politische Literatur (2021) 66
»Es bleibt offen, wie wir als Gesellschaft auf eine derartige brisante Formation gegen die jüdische Existenz, die sich zum einen aus der Schuldabwehr speist und zum anderen durch ihre Projektion auf den Staat Israel nährt, auf Dauer reagieren. Es ist aufgrund der Bedrohung keine Ermessensfrage mehr, die zur Beschönigung neigt, sondern ein zentrales gesellschaftliches und leicht entflammbares Problem. Hier wegzuschauen gehört zu den Absurditäten, die sich rächen werden und die wir uns im Umgang mit dem Antisemitismus nicht erlauben können. Islamophobie ist hierbei das falsche Etikett.« LiPoLa. Literarische und Politische Akzente, März 2022
»Infiziert vom Judenhass werden Israelfahnen und Davidsterne verbrannt, erfolgen Rufe wie „Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein“, finden Prügelattacken gegenüber sich zu erkennen gebenden Juden sowie Anschläge wie auf die Synagoge in Halle 2019 statt. Ein Antisemitismus, der sich in der Breite der Bevölkerung platziert und in einer pluralen Gesellschaft wie der unsrigen, die immer multikultureller wird, unterschätzt wird. Doch gerade die Frage nach Antisemitismus bei Menschen mit islamischen Hintergrund ist ein sensibles Feld, das laut Matthias Küntzel weitestgehend umgangen wird.« Zukunft braucht Erinnerung, 2. Juni 2022 d
Was der muslimische Antisemitismus mit dem Volksempfänger zu tun hat ... Ex Nihilo, Martin Burckhardt im Gespräch mit Matthias Küntzel, 14. Dezember 2023
Radioprogramm der Nazis für den arabischen Raum WDR Zeitzeichen, 18. April 2024
Es gab keine Stunde null. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren aus den Nazis nicht über Nacht bessere Menschen geworden. Den Judenhass verkniff man sich dann halt. Aber als Antisemit unterer oder mittlerer Gehaltsstufe lebte man weiter sein Leben. Wer sich nicht allzu ungeschickt anstellte, dem standen bald wieder alle Karrierewege offen. Andreas Scheiner, NZZ, 16. Juli 2024
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