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Otto Morgenstern
Gymnasiallehrer, Altphilologe, Kommunalpolitiker, Stenograf
Jüdische Miniaturen Bd. 314
Otto Morgenstern (1860–1942) entstammte einer jüdisch-protestantischen Kaufmannsfamilie aus Magdeburg. Über 50 Jahre wirkte er in Berlin-Lichterfelde als Gymnasiallehrer und machte sich kultur- und bildungspolitisch sowie als Förderer der Kurzschrift auch überregional einen Namen. Er war unter anderem Mitbegründer der Deutschen Oper in Berlin-Charlottenburg und des Steglitzer Schlossparktheaters. Seine nationalkonservative Einstellung verführte ihn dazu, die Zielsetzungen des Nationalsozialismus völlig zu verkennen. Er bejubelte außenpolitische Ergebnisse der NS-Politik sogar in Gedichten, bevor er, wie in einer griechischen Tragödie, selbst Opfer der menschenverachtenden NS-Rassenpolitik und als „abstammungsmäßiger Jude“ im KZ Theresienstadt ermordet wurde.
Preisinformation
Buch
9,90 €
inkl. MwSt.
ggf. zzgl. Versandkosten*
Produktinformation
Titel
Otto Morgenstern
Gymnasiallehrer, Altphilologe, Kommunalpolitiker, Stenograf
ISBN
978-3-95565-607-2
Erschienen
2023
Bindung
Broschur
Seiten
104
Abbildungen
19
Format
11.5 × 15.5 cm (B × H)
Sprache
Deutsch
Reihe
Jüdische Miniaturen, Band 314
Kategorie
Thema
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Pressestimmen
In der Monographie wird vor allem die umfangreiche Schaffenskraft, die Herkunft und der Werdegang des Pädagogen Morgenstern gewürdigt. Seine jüdischen Eltern stammten aus Kaufmannsfamilien, der Vater konvertierte zum Christentum und Otto Morgenstern wurde 1960 schon als Kind getauft, das Judentum hatte für ihn keinerlei Bedeutung mehr. Unser Harz, Juli 2023
Wenige, aber dennoch den Text gut ergänzende Abbildungen, gerade auch zur Person Otto Morgensterns und seiner Familie, gehören zur 100 Seiten starken Miniatur, die dicht ist in der Fülle des Erforschten. Verdienstvoll, analytisch, kenntnisreich reiht sich die 'Jüdische Miniatur' von Gerd Kley und Detlef Peitz in eine insgesamt wichtige und verdienstvolle Buchreihe ein. Heike Heinrich, recensio.regio, 2023
Aus der Zusammenarbeit der beiden Autoren ist eine hochinteressante, aber auch beklemmende Biografie entstanden, die uns Morgenstern als einen universell gebildeten, sensiblen Menschen vorstellt, der es verstanden hat, am ehemaligen Schiller-Gymnasium ganze Generationen von Lichterfelder Schülern für die alten Sprachen Latein und Altgriechisch, aber auch für das Wandern zu begeistern. Auch sein unermüdlicher Einsatz für die politischen und kulturellen Belange Lichterfeldes und die anderen unzähligen Facetten seines Lebens kommen im Buch nicht zu kurz. Gisela Meyer, Paulusbrief, September 2023
„Am Ende steht die Frage: Soll man, soll jemand, die/der sich mit Latein und Griechisch befasst, das Buch von Kley/Peitz kaufen? Ja, auf jeden Fall (und vielleicht auch noch weitere Exemplare für Kolleginnen und Kollegen). Es ist eine Basis für die weitere Suche nach der Geschichte der eigenen Disziplin, und die Kritik daran ist auch eine Herausforderung an die Vertreterinnen und Vertreter der Alten Sprachen, in den Dialog einzutreten und für ein Resultat zu sorgen, das die jüngere Geschichte des Altsprachlichen Unterrichts (also die Post-Paulsen-Ära) zu einem Teil der allgemeinen Bildungsgeschichte und Geschichte werden lässt.“ Ulrich Schmitzer, Forum Classicum, 16. Januar 2024
„Den Autoren ist […] ein insgesamt überzeugendes und differenziertes Porträt Otto Morgensterns gelungen. Dass dabei bestimmte Aspekte eine breitere Ausführung erfahren, während die klassisch-philologische Seite von Morgensterns Wirken weniger stark konturiert erscheint, erklärt sich aus den spezifischen Interessen der Autoren. Der gehaltvollen Lektüre tut das keinen Abbruch, es ermuntert vielmehr zu weiteren Forschungen.“ Olaf Schlunke, Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins 2/2024
Wenige, aber dennoch den Text gut ergänzende Abbildungen, gerade auch zur Person Otto Morgensterns und seiner Familie, gehören zur 100 Seiten starken Miniatur, die dicht ist in der Fülle des Erforschten. Verdienstvoll, analytisch, kenntnisreich reiht sich die 'Jüdische Miniatur' von Gerd Kley und Detlef Peitz in eine insgesamt wichtige und verdienstvolle Buchreihe ein. Heike Heinrich, recensio.regio, 2023
Aus der Zusammenarbeit der beiden Autoren ist eine hochinteressante, aber auch beklemmende Biografie entstanden, die uns Morgenstern als einen universell gebildeten, sensiblen Menschen vorstellt, der es verstanden hat, am ehemaligen Schiller-Gymnasium ganze Generationen von Lichterfelder Schülern für die alten Sprachen Latein und Altgriechisch, aber auch für das Wandern zu begeistern. Auch sein unermüdlicher Einsatz für die politischen und kulturellen Belange Lichterfeldes und die anderen unzähligen Facetten seines Lebens kommen im Buch nicht zu kurz. Gisela Meyer, Paulusbrief, September 2023
„Am Ende steht die Frage: Soll man, soll jemand, die/der sich mit Latein und Griechisch befasst, das Buch von Kley/Peitz kaufen? Ja, auf jeden Fall (und vielleicht auch noch weitere Exemplare für Kolleginnen und Kollegen). Es ist eine Basis für die weitere Suche nach der Geschichte der eigenen Disziplin, und die Kritik daran ist auch eine Herausforderung an die Vertreterinnen und Vertreter der Alten Sprachen, in den Dialog einzutreten und für ein Resultat zu sorgen, das die jüngere Geschichte des Altsprachlichen Unterrichts (also die Post-Paulsen-Ära) zu einem Teil der allgemeinen Bildungsgeschichte und Geschichte werden lässt.“ Ulrich Schmitzer, Forum Classicum, 16. Januar 2024
„Den Autoren ist […] ein insgesamt überzeugendes und differenziertes Porträt Otto Morgensterns gelungen. Dass dabei bestimmte Aspekte eine breitere Ausführung erfahren, während die klassisch-philologische Seite von Morgensterns Wirken weniger stark konturiert erscheint, erklärt sich aus den spezifischen Interessen der Autoren. Der gehaltvollen Lektüre tut das keinen Abbruch, es ermuntert vielmehr zu weiteren Forschungen.“ Olaf Schlunke, Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins 2/2024
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