Cover von Paul Levy

Paul Levy

Ingenieur der Hedschasbahn und der Reichsbahn

Jüdische Miniaturen Bd. 155
In Danzig ausgebildet, zog es den Maschinenbauer Paul Levy (1876–1943) 1904 in den Nahen Osten zur Hedschasbahn, wo am 1. September 1908 die Bahnstrecke von Damaskus im heutigen Syrien nach Medina in Saudi-Arabien in Betrieb genommen wurde. Im Mai 1906 heiratete Paul Levy seine Cousine Ida und lebte mit ihr in Damaskus und Beirut. Im Ersten Weltkrieg erhielt er das Eiserne Kreuz. Zurück in Deutschland, wurde Levy Dezernent für Rationalisierung im Werkstättenwesen bei der Deutschen Reichsbahn in Altona und 1930 zum „Direktor bei der Reichsbahn“ befördert. 1935 versetzte die Bahn den jüdischen Beamten vorzeitig in den Ruhestand. Levy zog nach Berlin-Zehlendorf. Die Emigration gelang ihm nicht mehr. Mit rund eintausend anderen Menschen wurde er am 26. Februar 1943 von Moabit nach Auschwitz deportiert.
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Titel
Paul Levy
Ingenieur der Hedschasbahn und der Reichsbahn
Autor/innen
ISBN
978-3-95565-065-0 9783955650650
Erschienen
2014
Bindung
Broschur
Seiten
94
Abbildungen
22
Format
11.5 × 15.5 cm (B × H)
Sprache
Deutsch
Reihe

Pressestimmen

Der Band, so klein und handlich er auch sein möge, stellt ein großes literarisches Denkmal dar und erzählt neben aller Technikgeschichte und Berufsbiografie von der Perversion, Herr über Menschen und Völker sowie über Leben und Tod sein zu wollen.
BAHN Epoche, Herbst 2015

Besprechung in: Vierteljahresheft für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Bd. 102, H. 3 (2015)

Empfehlung in: Berliner Verkehrsblätter, Jg. 62 Nr. 3 (März 2015)

Der Autor zeichnet den Lebensweg gut nach, soweit die Quellen das überhaupt ermöglichen, und blickt dabei auch ins Umfeld. Die gelungene Broschüre wurde von der DB-Stiftung unterstützt, um so entstehen zu können.
Die Mueums-Eisenbahn Jg. 51, 2/2015

Mit dieser kleinen Arbeit in der Reihe 'Jüdische Miniaturen' hat Gottwaldt wieder sehr engagiert auf einen Zeitabschnitt der deutschen Eisenbahngeschichte hingewiesen, der nie vergessen werden darf.
MIBA-Miniaturbahnen 5/2015

Der Autor hat mit diesem Band erneut seine einzigartige Fähigkeit bewiesen, anhand der verfügbaren Quellen die Biografie mit der Familiengeschichte, den Lebensumständen in der jeweils regionalen Umgebung zu verweben und auf dem Hintergrund der 'Großen Politik' lebendig werden zu lassen.
Buchbesprechung und -empfehlung in: Deutsches Technikmuseum Berlin, Heft 1/2015

Mit dieser umfassenden Arbeit gelang es Alfred Gottwaldt ein weiteres Mal, einen bekannten jüdischen Eisenbahner und dessen Familie vor dem Vergessen zu bewahren.
Verkehrsgeschichtliche Blätter Jg. 42, Januar/Februar 2015

Veranstaltungshinweis und Interview mit dem Autor in: rbb Kulturradio, 22. Oktober 2014, bis 29. Oktober 2014 online nachzuhören in: ARD Mediathek

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