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Queere jüdische Gedichte und Geschichten
in homosexuellen Zeitschriften zwischen 1900 und 1932
In der Kaiserzeit und Weimarer Republik entstand die erste queere Subkultur der Welt und mit ihr eine diverse Zeitschriftenkultur, die eine nie dagewesene Fülle an queerer Literatur hervorbrachte. Jüdische Aktivist:innen, Schriftsteller:innen und Ärzt:innen prägten die homosexuelle Emanzipationsbewegung maßgeblich. Doch in den queeren Zeitschriften sind direkte Bezüge zu jüdisch-queerem Leben auffallend selten. Stets von Zensur bedroht, etablierten sich Codes wie die Farbe Lila, das Veilchen, der Freund und die Freundin, um tabuisierte und kriminalisierte Liebe zu erzählen. Auch Bezüge zum Judentum und Jüdischsein entfalteten sich oft nur in Andeutungen und Symbolen. Mal treten die biblischen Gestalten Esther, Joseph und Ruth als Vorfahr:innen queerer Lebensentwürfe auf, mal folgen die Geschichten ihren Protagonist:innen in die Bars, Fabriken und auch Synagogen der modernen Metropole Berlin.
Die Anthologie versammelt erstmals eine Bandbreite an Texten aus homosexuellen Zeitschriften, die zwischen 1900 und 1932 erschienen und das Verhältnis von Queerness und Jüdischsein in den Blick nehmen. Die Geschichten, Gedichte und Artikel erzählen von Aushandlungsprozessen innerhalb der Bewegung, von den Bedrohungen durch eine von Homophobie und Antisemitismus geprägte Gesellschaft, aber immer auch von den utopischen Räumen, die Literatur zu schaffen vermag.
Preisinformation
Buch
24,90 €
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Produktinformation
Titel
Queere jüdische Gedichte und Geschichten
in homosexuellen Zeitschriften zwischen 1900 und 1932
ISBN
978-3-95565-614-0
Erschienen
2024
Bindung
Broschur
Seiten
238
Abbildungen
14
Format
17 × 24 cm (B × H)
Sprache
Deutsch
Kategorie
Thema
Pressestimmen
Die Zeitzeugnisse lesen sich mal leicht, mal weniger leicht und reflektieren Erinnerungen, Fantasien, Heiteres, Trauer und Begierde. Sabine Schereck, Jüdische Allgemeine, 24. Dezember 2024
'Queere jüdische Gedichte und Geschichten' ist kein 'einfaches' Buch – und will es auch nicht sein. Es verlangt ein aufmerksames, manchmal tastendes Lesen, das sich auf unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Sprachwelten einlässt. Gerade darin liegt seine große Stärke: Es gibt keine lineare Erzählung, keine abschließende Deutung, sondern eine Sammlung von Stimmen, die in ihrer je eigenen Weise von Identität, Zugehörigkeit, Begehren und Ausgrenzung erzählen – oft leise, manchmal wütend, immer persönlich. Johannes Gross, lehrerbibliothek.de, 16. April 2025
Fritz oder Frida? Trans egal! Thomas Tews, Hagalil, 26. November 2025
'Queere jüdische Gedichte und Geschichten' ist kein 'einfaches' Buch – und will es auch nicht sein. Es verlangt ein aufmerksames, manchmal tastendes Lesen, das sich auf unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Sprachwelten einlässt. Gerade darin liegt seine große Stärke: Es gibt keine lineare Erzählung, keine abschließende Deutung, sondern eine Sammlung von Stimmen, die in ihrer je eigenen Weise von Identität, Zugehörigkeit, Begehren und Ausgrenzung erzählen – oft leise, manchmal wütend, immer persönlich. Johannes Gross, lehrerbibliothek.de, 16. April 2025
Fritz oder Frida? Trans egal! Thomas Tews, Hagalil, 26. November 2025
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