Cover von Spuren der Vernichtung

Spuren der Vernichtung

Stationen der „Endlösung“ im Zeugnis postalischer Dokumente

„Spuren der Vernichtung“ zeichnet mit Hilfe postalischer Dokumente (Postkarten, Briefe etc.) den blutigen Weg von SS-Einsatzgruppen und Polizeibataillonen in Polen und der Sowjetunion nach und stellt die brutalen Maßnahmen der Unterwerfung und „ethnischen Neuordnung“ Polens, die Ghettos im besetzten Polen und die Vernichtungszentren dar. Ein Schwerpunkt des Buches ist die „Briefaktion des RSHA (Juden)“, das groß angelegte Täuschungsmanöver, in dem die SS todgeweihte Jüdinnen und Juden nötigte, der Außenwelt mitzuteilen, dass es ihnen gut gehe. Das Thema wird hier erstmals umfassend und systematisch untersucht.

Der Autor hat unveröffentlichtes Material aus Sammlungen und Archiven in zwölf Ländern zusammengetragen und ausgewertet. Als Ergebnis legt er die bisher umfangreichste auf der Grundlage der „Social Philately“ erarbeitete Darstellung der deutschen Besatzungs- und Vernichtungspolitik in Osteuropa vor. Das Buch faksimiliert und kontextualisiert eine große Zahl authentischer Schriftstücke, die oft die letzten Lebenszeichen von Opfern des Völkermordes sind.

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Titel
Spuren der Vernichtung
Stationen der „Endlösung“ im Zeugnis postalischer Dokumente
Autor/innen
Verlag
Hentrich und Hentrich Verlag Berlin
ISBN
978-3-95565-428-3 9783955654283
Erschienen
2021
Bindung
gebunden
Seiten
232
Abbildungen
273
Format
22.8 × 28 cm (B × H)
Sprache
Deutsch

Pressestimmen

»Sammler der letzten Post: Heinz Wewer war ein „sozialer Philatelist“, er trug die letzten Briefe und Postkarten der Verfolgten des Nationalsozialismus zusammen.« Nachruf im Tagesspiegel, 6. September 2022

»Wewer gelingt eine im wahrsten Sinne des Wortes anschauliche Darstellung des Alltags der Verfolgten anhand banaler Schriftstücke. Eine Fundgrube für Geschichtsinteressierte.« Neues Deutschland, 30. Januar 2021

Besprochen in Deutsche Briefmarken-Revue 72 (2021) 3

»Eindrucksvoll belegt [Wewer] den Rang postalischer Dokumente für die historische Forschung. In seinem jüngsten Buch stellt er vielfach die letzten Lebenszeichen der Opfer des Rassenwahns vor.« Briefmarken Spiegel 3/2021

»Mit seinem jüngsten Buch zeigt Heinz Wewer erneut auf, welche Möglichkeiten die Philatelie bietet, die historische Forschung und Aufklärung zu unterstützen. Ihm gelang ein weiteres Meisterwerk, das hoffentlich zahlreiche nicht nur philatelistische Bibliotheken bereichern wird.« Deutsche Briefmarken-Zeitung, SE 7/2021

»Nur wenigen Autoren ist es vergönnt, gleich vier Meisterwerke vorlegen zu können. Heinz Wewer gehört zu ihnen. Mit seinem jüngsten Buch arbeitet er mustergültig das größte verbrechen der deutschen Geschichte anhand postalischer Dokumente auf, die Shoah. […] Direkter als mit den Postsendungen, die vielfach die letzten Lebenszeichen der Ermordeten darstellten, kann man die Geschichte nicht nachempfinden.« Philatelie 526 (April 2021)

Besprochen in Mitteilungsblatt Nr. 106 (März 2021), Bundesarbeitsgemeinschaft Polen im Bund Deutscher Philatelisten e.V.

»Die farbigen Faksimiles tragen entscheidend dazu bei, beim Betrachter einen Eindruck von der besonderen Authentizität der Schriftstücke hervorzurufen – einen Eindruck, wie ihn jeder Sammler kennt, der vergleichbare Zeugnisse schon einmal in den Händen gehalten hat. So wird mit dem Buch nicht nur historisches, sondern auch philatelistisches Interesse geweckt.« nordost philatelie 1/2021

»Ich hoffe, dass die Bücher von Heinz Wewer die Kenntnis dessen, was wirklich war, verbreiten und den Anfängen wehren helfen.« Die Ganzsache 2/2021

»Die Kälte und die Brutalität des Völkermords erschüttern auf jeder Seite des Buches. Dem Autor ist zu danken, dass er die Erinnerung an die Shoah wachhält und zum Erinnerungslernen motiviert. Das Buch eignet sich hervorragend, um Schritt für Schritt die NS-Mordaktionen nachzuvollziehen. Hier gebührt Heinz Wewer Dank für seine penible, historische Rekonstruktion des Völkermords an Juden, Sinti und Roma und anderen Gruppen; starke Nerven sind trotzdem von Vorteil.« socialnet, Februar 2022 

Vorgestellt in Mitteilungsblatt Nr. 106 (März 2021) der Bundesarbeitsgemeinschaft Polen e.V. im Bund Deutscher Philatelisten e.V.

»Wewer strebt keine Lückenlosigkeit an, sondern benennt konkret einzelne Karten, Briefe, Telegramme, Geldsendungen, Pakete und Quittungen, die in hoher Auflösung abgedruckt sind. Diese werden in größere Entscheidungsprozesse, örtliche Geschehenszusammenhänge und Zäsuren kontextualisiert, wobei auch biographische Erwähnungen als Absendende und Adressierte ausrecherchiert werden. Diesem Anspruch stellt sich der Autor auf gleichbleibend hohem Niveau; er zeigt sich als hervorragender Biographieforscher und als Kenner der Fachliteratur zugleich. […] Zum ersten Mal findet sich hier eine leistungsfähige Systematisierung der bisher verstreuten Erkenntnisse [zur sogenannten „Briefaktion“] und der Hinweis auf ein deutliches Desiderat der Forschung.« Historische Zeitschrift 314/2022

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