Cover von Stolpertexte

Stolpertexte

Literatur gegen das Vergessen

„Erinnere dich!“ ist im Judentum mehr als nur eine bloße historische Mahnung oder liturgische Pflicht. Die Aufforderung durchdringt den Alltag, sie verbindet Vergangenheit und Gegenwart. Doch wie können, wollen und werden wir erinnern, wenn die letzten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen verstummen?
Das New Yorker Leo Baeck Institute bewahrt in seinen Archiven zehntausende Familiensammlungen, Memoiren, Briefe und Tagebücher, die von der jahrhundertealten Kultur und Geschichte deutschsprachiger Jüdinnen und Juden berichten: unzählige Erinnerungen und Leben, allesamt einzigartig, mühevoll zusammengetragen und für zukünftige Generationen gerettet.
Zum ersten Mal seit nahezu 70 Jahren haben sich literarische Autorinnen und Autoren mit diesen Sammlungen auseinandergesetzt. Das Ergebnis sind kurze „Stolpertexte“. Die im Hier und Jetzt eingebetteten Texte unterbrechen bewusst alltägliche Routine und erinnern an die Leben und Hoffnungen der Menschen, denen unter der Nazi-Terrorherrschaft alles genommen wurde.

Mit Beiträgen von Fred Breinersdorfer | Ulrike Draesner | Orhan Erdem | Lena Gorelik | Nicolas Greiner | Olga Grjasnowa | Norbert Hummelt | Mascha Jacobs | Tanja Kinkel | Felicitas Korn | Tara Meister | Amalie Mbianda Njiki | Katja Röder | Victor Sattler | Konstantin Schmidtbauer | Tijan Sila | Dana von Suffrin | Karosh Taha | Ruth-Maria Thomas | Erich Wimmer | Ulrich Woelk | Juli Zeh
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Titel
Stolpertexte
Literatur gegen das Vergessen
ISBN
978-3-95565-671-3 9783955656713
Erschienen
2024
Bindung
Hardcover
Seiten
166
Abbildungen
24
Format
14.5 × 20 cm (B × H)
Sprache
Deutsch

Pressestimmen

Warum erst jetzt? Wer dieses Buch gelesen hat, wird das unvermeidlich fragen: Warum hat so viele Jahrzehnte gedauert? Warum hat es so lange gedauert, bis einige der unzähligen schriftlichen Erinnerungen deutschsprachiger jüdischer Menschen vor dem Vergessen bewahrt wurden? Schriftstellerinnen und Schriftsteller führen sie in diesem Buch mit zweiundzwanzig 'Stolpertexten' endlich vor Augen. Ihnen ist etwas Großes gelungen: Sie verwandeln die Lebensspuren, die im Archiv des Leo-Baeck-Instituts konserviert worden sind, in lebendige Geschichten. Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung

Interview mit Herausgeberin Miriam Bistrovic skug Musikkultur, 16. Dezember 2024 

Es gibt viele Stationen, die sich in einer Biographie zeigen lassen. Jede einzelne Biographie offenbart, dass es ganze Bewegungen nicht gegeben hätte, wenn sich diese Menschen nicht so klar und mutig geäußert und engagiert hätten. Sie hatten in der Regel wenig Unterstützung, aber ihre Geschichten zeigen, wie viel sich bewegen lässt, wenn man den Mut dazu aufbringt und zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Herausgeberin Miriam Bistrovic im Gespräch mit Norbert Reichel, Demokratischer Salon, 6. Februar 2025 

Von Berlinale bis Volksoper Tachles Kulturtipp, 21. Februar 2025 

22 Texte sorgen als 'Stolpertexte' dafür, dass Menschen und ihre Welten bewahrt und erinnert werden. Demokratischer Salon, Februar 2025 
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