Cover von Vilne – Wilna – Wilno – Vilnius

Vilne – Wilna – Wilno – Vilnius

Eine jüdische Topografie zwischen Mythos und Moderne

Länderschwerpunkt Litauen auf der Leipziger Buchmesse 2017
Der Band bietet eine historische Rückschau auf die wechselvolle Geschichte zwischen der Etablierung eines Zentrums rabbinischer Gelehrsamkeit und der Ghettoisierung und Ermordung der Wilnaer Juden durch Hitler-Deutschland. Ein weiterer Fokus wird auf die wechselseitigen Einflüsse der Ost- und Westjuden zwischen Wilna und Berlin gelegt. Im Zuge der jüdischen Aufklärung (Haskala) waren es die sogenannten „Berliner“, Maskilim, die die Wilnaer Juden für die Haskala begeistern wollten. Das Wilnaer Verlagswesen, das die Literatur aus Berlin ins Jiddische übersetzte, brachte diese Texte wiederum der Wilnaer Leserschaft nahe. Umgekehrt wirkten sowohl die rabbinische Gelehrsamkeit und Einflüsse der Kabbala als auch moderne politische Strömungen von Wilna aus auf Berlin. Autorinnen und Autoren aus Litauen und Deutschland stellen ihre Forschungsprojekte vor und erörtern Fragen zu den bisher kaum betrachteten Wechselwirkungen der verschiedenen jüdischen, insbesondere jiddischen Kulturen in Berlin und Wilna zwischen Haskala und Holocaust. Mit Beiträgen von Christoph Dieckmann, Margret Heitmann, Elke-Vera Kotowski, Stephan Kummer, Mindaugas Kvietkauskas, Ruth Leiserowitz, Lara Lempert, Sarunas Liekis, Gertrud Pickhan, Julius H. Schoeps, Gudrun Schroeter, Sandra Studer, Irena Veisaite, Markas Zingeris
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Titel
Vilne – Wilna – Wilno – Vilnius
Eine jüdische Topografie zwischen Mythos und Moderne
Autor/innen
ISBN
978-3-95565-204-3 9783955652043
Erschienen
2017
Bindung
Klappenbroschur
Seiten
202
Abbildungen
18 (Farbabbildungen)
Format
16.5 × 24 cm (B × H)
Sprache
Deutsch

Pressestimmen

„Das Buch versammelt die Dokumente einer Konferenz und versucht sich auf neuestem Forschungsstand, von einprägsamen fotografischen und bildkünstlerischen Illustrationen begleitet, um eine breite Rückschau auf die vielen Facetten eines einstmals blühenden jüdischen Lebens, von dem im Stadtraum des sprachlich wie ethnisch heute beinahe einheitlich litauischen Vilnius nur wenige Einsprengsel übrig geblieben sind […]“ Süddeutsche Zeitung, 21. März 2017

„Schicht um Schicht legen die Aufsätze das vergangene jüdische Leben in Wilna frei.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. März 2017

„Das Buch breitet plastisch und plausibel verschiedene Versionen jüdischen Lebens in Vilnius vor mir aus, inklusive der Anfechtungen durch ‚christlichen’ oder ‚deutschen’, ‚russischen’ oder ‚polnischen’ Antisemitismus […]“ Fixpoetry, April 2017

Rezension des ekz-Bibliotheksservice, Mai 2017

Buchtipp in der Sonderausgabe der Leipziger Volkszeitung, März 2017

Buchvorstellung in: Die Baltische Stunde, Juni 2017

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