Cover von Zwangsarbeit beim Rüstungskonzern HASAG

Zwangsarbeit beim Rüstungskonzern HASAG

Der Werksstandort Leipzig im Nationalsozialismus und seine Nachgeschichte

von Anne Friebel (Hg.), Josephine Ulbricht (Hg.)
Schriftenreihe der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig, Band 1

Der Leipziger Rüstungskonzern Hugo Schneider AG (HASAG) war einer der größten Profiteure von NS-Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg. Unter den mehr als 16 000 Beschäftigten im Leipziger Stammwerk befanden sich bei Kriegsende über 10 000 zivile Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge. Heute ist der einst bedeutendste Rüstungsbetrieb Mitteldeutschlands im öffentlichen Gedächtnis kaum noch präsent. Unter Heranziehung alter und neuer Quellen beleuchten die Beiträge des Sammelbandes die massive Verstrickung der HASAG in NS-Verbrechen. Der Band folgt dabei einem besonderen Aufbau: Während der erste Teil vertiefende Grundlagen zum Zwangsarbeitseinsatz bei der HASAG liefert, stellen im zweiten Teil Autorinnen und Autoren aus dem Umfeld der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig in kürzeren Beiträgen ihre jüngsten Forschungsergebnisse vor. Mit Beiträgen von Isabella Beck | Stef Beumkes | Nora Blumberg | Anne Friebel | Lilith Günther | Anja Kruse | Jan Lormis | Pia Marzell | Annkathrin Richter | Finja Schäfer | Milan Spindler | Fania Stehmann | Josephine Ulbricht | Martin Clemens Winter

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Titel
Zwangsarbeit beim Rüstungskonzern HASAG
Der Werksstandort Leipzig im Nationalsozialismus und seine Nachgeschichte
Autor/innen
ISBN
978-3-95565-606-5 9783955656065
Erschienen
2023
Bindung
E-Book
Seiten
236
Abbildungen
43 (Farb- und S/W-Abb.)
Sprache
Deutsch

Pressestimmen

Der Band erzählt von dem, was durch die bisherige Forschung dazu bekannt ist. Es ist erschütternd. Und erhellend. Und lehrreich, wenn man daran denkt, wie leichtfertig man in Deutschland mit dem Vergessen, Abhaken und Wegschauen ist, wenn nichts mehr da steht, das an den Ort der Grausamkeit erinnert. Ralf Julke, Leipziger Zeitung, 26. März

Dem partizipativen Verständnis der Gedenkstätte folgend, kommen im zweiten Teil Autorinnen und Autoren zu Wort, die einzelne Biographien und Sachverhalte recherchiert haben. Im Mittelpunkt ihrer Miniaturen stehen Lebensläufe, Erinnerungen, Briefe, Fotos und Tagebücher. Damit gelingt es zum einen, die Geschichte der Zwangsarbeit auf einer ganz persönlichen und emotionalen Ebene darzustellen und zum anderen, bisher von der Forschung nur unzureichend behandelte Fragen aufzugreifen. Jahrbuch für Leipziger Stadtgeschichte (2023) 

Der Band macht deutlich, wie vielversprechend und erforderlich weitere Forschungen zur HASAG sind. Er zeigt einmal mehr, wie lohnend es für die Wissenschaft und die Erinnerungskultur sein kann, sich jenseits von Themenkonjunkturen mit der Geschichte der NS-Zwangsarbeit in den Regionen zu befassen, da diese im Kriegsverlauf vermehrt in den Fokus der Rüstungsproduktion gerieten. Thomas Irmer, HSozKult, 20. September 2024 

Unterdessen fiel die nicht im Arbeitseinsatz befindliche jüdische Bevölkerung dem nationalsozialistischen Judenmord zum Opfer. Die Lagerinsassen wurden gegen Kriegsende zu anderen Produktionsstandorten nach Westen verschleppt. Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung, 25. September 2024

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