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Der Verband ehemaliger Leipziger in Israel
Vortrag von Sven Trautmann-Meincke
Nach der Schoah entstanden vor allem in Israel, aber auch in anderen Ländern, einzigartige landsmannschaftliche Zusammenschlüsse der Überlebenden. Trotz ihres großen Einflusses auf das Gemeinschaftsleben ist über diese Vereinigungen bislang kaum etwas bekannt.
Jüdinnen und Juden aus Leipzig, die sich retten konnten, gründeten 1953 den „Verband ehemaliger Leipziger in Israel“. Der Verband war der erste Zusammenschluss deutscher Überlebender seiner Art in Israel. Rasch entwickelte der Verband ein aktives Vereinsleben mit regelmäßigen Treffen in Cafés, Ausflügen und einer eigenen Zeitung (Mitteilungsblatt). Außerdem half der Verband den Überlebenden bei Wiedergutmachungsansprüchen und dem Aufbau eines neuen Lebens in Israel. Sogar ein eigenes Altersheim (Elternheim) sowie einen Klubraum konnten durch den Verband betrieben werden.
Der Vortrag stellt die Aktivitäten des Verbands vor und zeigt, wie dieser ab den 1990er Jahren zu einer zentralen erinnerungspolitischen Stimme in Leipzig wurde.
Ariowitsch-Haus
Hinrichsenstr. 14
04105 Leipzig
Veranstalter: AG Jüdisches Leben des Bürgervereins Waldstraßenviertel e.V.
