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Die Herausforderung der Vergangenheit

Jüdische Selbsthilfe in Kassel und Johannesburg

Frieda Sichel (1889–1976) entstammte der jüdischen Verlegerfamilie Gotthelft in Kassel. Sie gehörte zur ersten Generation von Frauen in Deutschland, die Zugang zu höherer Bildung hatten. Nach dem Besuch privater Realgymnasialkurse legte sie das Abitur ab und studierte in München, Berlin, Freiburg und Heidelberg Nationalökonomie und Soziologie. Sie wurde 1915 mit einer Arbeit über „John Stuart Mills sozialpolitische Wandlungen“ promoviert. 1918 heiratete sie ihren Cousin Karl Hermann Sichel, 1919 wurde eine Tochter, 1923 ein Sohn geboren. Frieda Sichel engagierte sich in jüdischen Vereinen und in der Kasseler Frauenbewegung. Ab 1933 hatte die Familie unter rassistischer Verfolgung zu leiden und emigrierte 1935 nach Südafrika. Dort konnte Karl Sichel schnell als Architekt wieder Fuß fassen und Frieda Sichel arbeitete sehr erfolgreich als Sozialarbeiterin. 1975 publizierte sie in Johannesburg ihre Lebenserinnerungen, die hier erstmals kommentiert in deutscher Übersetzung vorliegen.
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Title
Die Herausforderung der Vergangenheit
Jüdische Selbsthilfe in Kassel und Johannesburg
Verlag
Hentrich und Hentrich Verlag Berlin
ISBN
978-3-95565-228-9 9783955652289
Appearance
2017
Binding
Brochure with gate-folded covers
Pages
212
Figures
21
Format
11.4 × 19.1 cm (W × H)
Language
German
Original language
English
Translation
Eva Schulz-Jander

Press comments

Buchtipp auf Stolpersteine in Kassel (Webseite), Dezember 2017

Buchtipp auf dem Stadtteilportal Vorderer Westen, Dezember 2017

Rezension in der Hessischen/ Niedersächsischen Allgemeinen (HNA), 6. Januar 2018

„Selten habe ich ein Buch über die Zeit des Nationalsozialismus gelesen, in dem die Selbsthilfe und gegenseitige Hilfe, die sich die Juden im Kampf gegen das Nazi-Deutschland gegeben und mit denen sie der unsäglichen Herausforderung Widerstand geleistet haben, so selbstverständlich und einleuchtend geschildert werden.“ Ausführliche Rezension auf socialnet., 12. Februar 2018

„Frieda Sichels Autobiographie ist in mehrfacher Hinsicht interessant: für die Geschichte der Sozialen Arbeit in Deutschland und Südafrika, für die Geschichte jüdischer Menschen in Deutschland, die Geschichte des Frauenstudiums und der bürgerlichen Frauenbewegung in Deutschland sowie die damit zusammenhängende Geschichte der Stadt Kassel.“ socialnet., 21. Februar 2018

 

„Der Text ist mit sachlichen Anmerkungen kenntnisreich kommentiert und durch informative Biogramme ergänzt.  Personenregister und Quellen- wie Literaturverzeichnis schließen diese sorgfältige Edition ab. Somit liegt nun, endlich auch in deutscher Übersetzung, ein weiterer wichtiger Baustein zur Geschichte des (nord-)hessischen Judentums vor.“ Jahrbuch des Landkreises Kassel 2018

„Nicht nur angesichts der Tatsache, dass es sehr wenig Lebenserinnerungen von Sozialarbeiterinnen gibt, die veröffentlicht vorliegen, sind die Aufzeichnungen von Frieda Sichel von besonderer Bedeutung, sondern auch durch den 'nationalökonomischen' Blick der Autorin auf soziale Probleme und ihre Lösungsmöglichkeiten. Dass das Buch zusätzlich ein zeitgeschichtliches Dokument von Verfolgung, Emigration und jüdischer Selbsthilfe darstellt, macht es überaus lesenswert.“ Sozial Extra 5/2018

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