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Juden 45/90
Von ganz weit weg – Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion
Mit einem Essay von Lena Gorelik
Im zweiten Teil der Ausstellungsreihe "Juden 45/90" widmet sich das Jüdische Museum München noch einmal der Migration osteuropäischer Juden nach München. Über 200.000 sogenannte Kontingentflüchtlinge kamen aus der ehemaligen Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten und bilden seither die Mehrheit der Juden in Deutschland. Die Ausstellung geht der Frage nach, welche Erinnerungswelten die Einwanderer aus ihrem Herkunftsland mitgebracht haben. Andererseits zeichnet sie anhand verschiedener Stationen Wege der Einwanderer in eine neue Heimat nach – anders als die Überlebenden nach 1945 aus Osteuropa wollen sie bleiben. Der reich bebilderte Katalog zur Ausstellung beleuchtet aus verschiedenen Blickwinkeln die Einwanderung. Neben einem Essay der Schriftstellerin Lena Gorelik, in dem sie ihre eigene Geschichte der Einwanderung erzählt, kommen noch 23 weitere Personen zu Wort, die anhand mitgebrachter Objekte aus ihrer einstigen Heimat über ihre Auswanderung und ihr Leben in Deutschland erzählen. Der Katalog widmet dabei der aus Estland mitgebrachten Kunstsammlung des Bibliophilen Julius Genss besondere Aufmerksamkeit, wovon Fragmente mit seiner Enkeltochter von Tallinn nach München gelangten.
Priceinformation
Book
16.90 €
incl. VAT
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Also available:
Softcover, 14.90 €
Product information
Title
Juden 45/90
Von ganz weit weg – Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion
ISBN
978-3-942271-71-4
Appearance
2012
Binding
Softcover
Pages
160
Figures
120
Format
15.2 × 23 cm (W × H)
Language
German
Category
Press comments
Der reich bebilderte Katalog zur Ausstellung beleuchtet aus verschiedenen Blickwinkeln die Einwanderung. Neben einem Essay der Autorin Lena Gorelik [...] kommen noch 23 weitere Personen zu Wort, die anhand mitgebrachter Objekte aus ihrer einstigen Heimat über ihre Auswanderung und ihr Leben in Deutschland erzählen. Der Katalog widmet dabei der aus Estland mitgebrachten Kunstsammlung des Bibliophilen Julius Genss besondere Aufmerksamkeit. Jesaja Brief, August – September 2012
Der Katalog der Münchner Sonderausstellung verdeutlicht ein Element moderner Ausstellungsarbeit: Pars pro Toto, d. h. Einzelobjekte von Einzelpersonen erzählen einzelne Geschichten, die wie zu einem Mosaik zusammengesetzt werden, ohne eine Geschichte zu erschaffen [...]. Mit dieser Art der Präsentation wird bewusst deutlich gemacht, dass es die Geschichte gar nicht geben kann. Alles was ausgestellt wird, ist immer konstruiert [...]. Der Münchner Austellungskatalog reißt an, gibt Denkanstöße, ohne doch ein abgerundetes Bild bieten zu können. Zeitschrift für Volkskunde 2013/Bd. I
Pressebeitrag in: Neues Deutschland / Feuilleton Literatur, 22. Mai 2014
Der Inhalt des Katalogs fächert ein breites Spektrum von Themen auf, was sich auch in der farblichen Gestaltung der Buchteile widerspiegelt und die verschiedenen Teile gut voneinander abhebt. (...) Es ist ein Band entstanden, der die Schwierigkeiten des Immigrierens und Sich-Einlebens in ein Land, über das man kaum etwas wusste, gut darstellt. Er zeigt nicht, wie viele andere Werke zum deutsch-jüdischen Zusammenleben, die Zeit im oder kurz nach dem Holocaust, sondern wie es den Juden in Deutschland heutzutage geht, welche Gemeinschaften sich inzwischen gebildet haben und wie die Juden sich und Deutschland verändert haben.
Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde 2014
Der Katalog der Münchner Sonderausstellung verdeutlicht ein Element moderner Ausstellungsarbeit: Pars pro Toto, d. h. Einzelobjekte von Einzelpersonen erzählen einzelne Geschichten, die wie zu einem Mosaik zusammengesetzt werden, ohne eine Geschichte zu erschaffen [...]. Mit dieser Art der Präsentation wird bewusst deutlich gemacht, dass es die Geschichte gar nicht geben kann. Alles was ausgestellt wird, ist immer konstruiert [...]. Der Münchner Austellungskatalog reißt an, gibt Denkanstöße, ohne doch ein abgerundetes Bild bieten zu können. Zeitschrift für Volkskunde 2013/Bd. I
Pressebeitrag in: Neues Deutschland / Feuilleton Literatur, 22. Mai 2014
Der Inhalt des Katalogs fächert ein breites Spektrum von Themen auf, was sich auch in der farblichen Gestaltung der Buchteile widerspiegelt und die verschiedenen Teile gut voneinander abhebt. (...) Es ist ein Band entstanden, der die Schwierigkeiten des Immigrierens und Sich-Einlebens in ein Land, über das man kaum etwas wusste, gut darstellt. Er zeigt nicht, wie viele andere Werke zum deutsch-jüdischen Zusammenleben, die Zeit im oder kurz nach dem Holocaust, sondern wie es den Juden in Deutschland heutzutage geht, welche Gemeinschaften sich inzwischen gebildet haben und wie die Juden sich und Deutschland verändert haben.
Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde 2014
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