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Jüdische Gauchos

Ein argentinisch-jüdischer Klassiker in deutscher Erstübersetzung
"Jüdische Gauchos" (1910) ist der Gründungstext der jüdisch-lateinamerikanischen Literatur. Mit der Erzählung über die Anfänge der jüdischen Kolonien Argentiniens dokumentiert Gerchunoff eine Bewegung, die die jüdischen Wurzeln mit der Wiederentdeckung der historischen Lebensform als Bauern- und Hirtenkultur zurückgewinnen wollte, was aber nicht zugleich die Heimkehr nach Palästina bedeuten musste. Anlässlich der ersten 100 Jahre der Unabhängigkeit Argentiniens berichtet "Jüdische Gauchos" von der Utopie, dass jüdische Bauern gleichberechtigte Staatsbürger Argentiniens sein könnten. Einige Jahre später, 1919, wird Argentinien den ersten Pogrom erleben. 1975, während der Premiere der Verfilmung des Buches, wird auf das Kino ein Anschlag mit Handgranaten verübt. Gerchunoffs Stil ist vom Modernismus und Naturalismus geprägt, seine Erzählweise und sein Humor lassen immer wieder seine großen Vorbilder Cervantes und Heine erkennen. Sein außergewöhnliches Werk hat Rubén Darío beeinflusst und wurde für seinen „fast unverschämten Charme“ von Jorge Luis Borges gepriesen.
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Title
Jüdische Gauchos
ISBN
978-3-942271-08-0 9783942271080
Appearance
2010
Binding
Softcover with flaps
Pages
192
Format
11.4 × 19.1 cm (W × H)
Language
German
Original language
Spanish
Translation
Stefan Degenkolbe
Category

Press comments

Der Text hat nichts von seinem Witz und seiner Frische verloren. (…) Keine Sekunde zweifelt man daran, dass sich auch die absurdesten Dinge, die Gerchunoff berichtet, genau so zugetragen haben, wie er sie beschreibt.
taz

Das Werk von 1910, längst zum Klassiker avanciert, ist der archetypische Ausgangspunkt der lateinamerikanisch-jüdischen Literatur.
Die Welt

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts luden argentinische Regierende (…) europäische Juden zum Siedeln in der Pampa ein. Davon legt ein lebhafter Bericht voller Humor und Hoffnung Zeugnis ab, der nun, ein Jahrhundert nach seiner Entstehung, auf Deutsch vorliegt.
Der Tagesspiegel

An jeder Stelle dieser zwei Dutzend Erzählungen ist zu spüren, dass Gerchunoff genau weiß, wovon er spricht.
Jüdische Allgemeine

Hundert Jahre alt ist Alberto Gerchunoffs noch immer lesenswerter Klassiker, der von einem hierzulande kaum bekannten Phänomen erzählt.
General Anzeiger

Eine Rarität von 1910 legt Hentrich & Hentrich auf. (…) Dieser Text gilt sozusagen als Gründungstext der jüdisch-lateinamerikanischen Literatur.
Tachles

Auf den ersten Blick wirken viele dieser 26 kurzen, subtil miteinander verwobenen Geschichten wie Idyllen, wie ein Lobgesang auf ein Land, in dem Juden endlich frei und ohne Angst leben können. Doch auch in der Pampa bleiben Hass und Gewalt allgegenwärtig. (…) Ein „jüdischer Gaucho“ ist eben ein Widerspruch in sich – noch. Denn vor allem steht dieser Titel für einen großen Traum.
Kreuzer. Das Leipzig Magazin

Dieses Buch ist auch die Utopie: freies jüdisches Leben auf dem Kontinent Amerika.
Deutschlandradio Kultur

Manchmal geradezu hymnisch, manchmal märchenhaft und oft mit sehr viel Humor. Quetzal. Politik und Kultur in Lateinamerika

Ein großes, episches Werk voller Weisheit und Witz. Jüdisches Berlin


''Jüdische Gauchos. Vom Leben der Juden in Argentinien''
Buchtipp in: Jüdische Rundschau, No 7 (23) Juli 2016, online

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