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„Man guckt ja schon durch eine Minderheitsbrille“

Steffi Wittenbergs jüdischer und politischer Lebensweg 1926–2015

Steffi Wittenberg, geb. Hammerschlag, (1926–2015) war über viele Jahrzehnte eine wichtige Stimme der jüdischen Überlebenden in Hamburg. Sie wurde auf drei Kontinenten unmittelbare Zeitzeugin grundverschiedener Epochen und Systeme. Als jüdisches Mädchen durchlebte sie die Nazizeit in Hamburg, bevor sie und ihre Mutter im Dezember 1939 gerade noch Aufnahme in Uruguay fanden. Hier lernte Steffi ihren späteren Ehemann Kurt kennen, einen aus Ostpreußen emigrierten, in der antifaschistischen Exilbewegung engagierten Juden. 1948 folgte Steffi ihm nach Texas. Dort traten sie gemeinsam in der Bürgerrechtsbewegung gegen die Diskriminierung der schwarzen Bevölkerung ein, was zu einem Verfahren gegen sie führte. 1951 mussten sie die USA verlassen, und Steffi kehrte mit Kurt nach Hamburg zurück. Hier blieb sie politisch aktiv. An die Schrecken der Naziherrschaft zu erinnern und daraus Konsequenzen für die Zukunft zu ziehen, das war bis ins hohe Alter ihr zentrales Anliegen.
Die Historikerin Erika Hirsch schildert Steffi und über weite Teile auch Kurt Wittenbergs Lebensweg und bettet ihr persönliches Erleben in das Zeitgeschehen ein. Die zahlreichen im Buch verwerteten persönlichen Dokumente aus Steffis gesamtem Leben machen viele ihrer Gedanken, Hoffnungen, Ängste und auch Zweifel anschaulich.

Mit Geleitworten von Anna von Villiez und Cornelia Kerth

Nominiert auf der Longlist für den Buchpreis HamburgLesen 2026 

 

Book 24.90 € incl. VAT excl. shipping costs*

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Title
„Man guckt ja schon durch eine Minderheitsbrille“
Steffi Wittenbergs jüdischer und politischer Lebensweg 1926–2015
ISBN
978-3-95565-713-0 9783955657130
Appearance
2026
Binding
Softcover with flaps
Pages
242
Figures
56 (Farb- und S/W-Abb.)
Format
16 × 23.3 cm (W × H)
Language
German

Press comments

Interview mit Herausgeber Andreas Wittenberg taz, 12. Februar 2026

Biografie über die Holocaustüberlebende Steffi Wittenberg Hamburg Journal, 15. Februar 2026 

Steffi Wittenberg: Eine jüdische Kindheit unterm Hakenkreuz NDR, 16. Februar 2026 

Lokalgeschichte und Kleinod Kreuzer logbuch, März 2026

Rezension in Wallo's Kulturschock, 1. März 2026 

Besprechung in Büchermarkt DLF, April 2026 

Die als Verfasserin angegebene Erika Hirsch hatte die Arbeit im Jahre 2009 als »Feierabendbuch« begonnen. Sie war die Leiterin der »Gedenk- und Bildungsstätte Jüdische Töchterschule« in Hamburg, die Steffi Wittenberg von 1935 bis 1939 besucht hatte. Ihre dortige Schulzeit endete im Dezember 1939 mit ihrer Flucht – in letzter Minute – zusammen mit ihrer Mutter nach Uruguay. Ossietzky Magazin, April 2026

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