Cover of Marta Halusa und Margot Liu

Marta Halusa und Margot Liu

Die lebenslange Liebe zweier Tänzerinnen

Jüdische Miniaturen Bd. 175
Die Tänzerinnen Marta Halusa (1910–1999) und Margot Holzmann (1912–1993) werden in Berlin von den Nazis verfolgt: Margot Holzmann vor allem wegen ihrer jüdischen Herkunft, beide Frauen wegen Prostitution und „lesbischer Betätigung“. Die erhoffte Sicherheit über die Eheschließung mit dem Chinesen Chi-Lan Liu erfüllt sich für Holzmann kaum. Margot Liu und Marta Halusa werden über Jahre immer wieder denunziert und festgenommen. Mit viel Glück überlebt das Paar den Nationalsozialismus. Ingeborg Boxhammer folgt der bewegenden Lebensgeschichte der beiden Frauen: von ihrem Kennenlernen im Hamburger Varieté und ihren Jahren in Berlin bis zu ihrer Emigration nach England und ihrem langen Kampf mit den bundesdeutschen Behörden um sogenannte Entschädigungsleistungen.
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Title
Marta Halusa und Margot Liu
Die lebenslange Liebe zweier Tänzerinnen
ISBN
978-3-95565-116-9 9783955651169
Appearance
2015
Binding
Softcover
Pages
92
Figures
20
Format
11.5 × 15.5 cm (W × H)
Language
German
Series

Press comments

Trotz quellenbedingter Einschränkungen liefert Boxhammer mit dieser Studie einen wichtigen Beitrag über die Lebensläufe zweier Frauen, die auf unterschiedliche Weise in der NS-Zeit verfolgt wurden und deren Diskriminierung 1945 nicht endete.
Zeitschrift für Geschichtswissenschaft Heft 4/2016

Akribisch zeichnet Boxhammer die verschiedenen Aspekte auf, wegen derer die beiden Frauen immer wieder verfolgt wurden. Dass dies die Forschung schwierig macht, wird auch an diesem Porträt deutlich. So zeigt Boxhammer auch die Verfolgung der beiden Frauen als Prostituierte, als Jüdin und als lesbische Frauen auf, es sind fließende Übergänge. Ebenso schildert sie deren Tätigkeit im Widerstand sowie den jahrelangen mühsamen Kampf um Anerkennung und 'Entschädigung' für die Misshandlungen, die sie durch die Nazis erlitten hatten.
Frauen – Buch – Kritik: Virginia Nr. 58, März 2016

Die Historikerin fügt mit diesem Buch dem Sichtbarmachen lesbischer Frauen und ihrer Lebenswege im Nationalsozialismus einen bewegenden Baustein hinzu. Damit erfährt auch die Lebensleistung dieser beiden Frauen als lesbische Frauen ihre besondere Würdigung.
LuK-LekTüre Nr. 24, März 2016

Ingeborg Boxhammer ist es gelungen, trotz schlechter Quellenlage – so gibt es keine privaten Schriftstücke der beiden – ein beeindruckendes Porträt eines Paares zu beschreiben, das die Nazi-Zeit in Deutschland überlebt und trotz aller Widrigkeiten über sechzig Jahre gemeinsam verbracht hat.
Bücherfrauen.de, März 2016 online

Eine lebenslange Liebe verband die beiden Tänzerinnen Marta und Margot in einer schwierigen Zeit. (...) Ingeborg Boxhammer hat hier ein handliches Dokument der deutschen Geschichte geschaffen. Bisher gibt es leider nur wenige aufgearbeitete Quellen der Verfolgungen lesbischen Lebens im Nationalsozialismus.
Mathilde Frauenzeitung, Januar/Februar 2016

Ingeborg Boxhammer versteht die Beschreibung des Überlebenskampfes der beiden Frauen als Würdigung der Lebensleistung eines Lesbenpaares im und nach dem Nationalsozialismus und als Beitrag, die oft noch unerforschte Geschichte lesbischer Frauen sichtbarer zu machen.
Barbara Degen, Haus der FrauenGeschichte Bonn, November 2015

Mit ihrer 'Jüdischen Miniatur' ist es Boxhammer gelungen, das Schicksal der beiden Tänzerinnen Margot Liu und Marta Halusa knapp, aber eingehend nachzuzeichnen. Ihre Kurzbiografie dürfte einen wichtigen Impuls für die historische Forschung liefern, die weiterhin daran krankt, die Lebenswege lesbischer Frauen im Nationalsozialismus ausreichend sichtbar zu machen. Dass die biografische Rekonstruktion aufgrund unzureichenden Quellenmaterials dabei Lücken aufweist und die Autorin in mehreren Fällen auf Vermutungen zurückgreifen muss, tut dem Büchlein keinen Abbruch, sondern zeugt von den Bemühungen Boxhammers, die die Leserin zugleich zu eigenen Schlussfolgerungen anspornt. (...) Die so entstandene Kurzbiografie zeichnet sich dabei durch ein umfangreiches Bildmaterial aus, das den Lebensweg der beiden Protagonistinnen anschaulich illustriert.
AVIVA. Online Magazin für Frauen, Oktober 2015 online

Ein bewegendes, erhebendes, Mut machendes, luzides Hohelied auf unerschütterliche Liebe und Solidarität in Zeiten des Terrors.
L.MAG. Das Magazin für Lesben, September/Oktober 2015

Besprechung und Empfehlung in: forum homosexualität münchen, 27. Juli 2015 online

''Der knappe Band bietet einen gut zugänglichen Einstieg in die Thematik, da über die Biografien der beiden Frauen Einblick in die Verfolgungsmechanismen des NS-Systems und die Hindernisse auf dem Weg zu Entschädigung nach 1945 vermittelt wird. Die in diesem Fall erfolgreiche Spurensuche der Autorin steht für viele weitere Biografien lesbischer Frauen, über die es oft keine Dokumente gibt. Eine Empfehlung.''
Rezension in: WeiberDiwan, Sommer 2016, S. 25.

„Ein wichtiger Beitrag zum Schicksal lesbischer Frauen im Nationalsozialismus, das über viele Jahre nicht thematisiert wurde.“ Fachbuchjournal 4|2020

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