Cover of „Uns eint die Liebe zum Buch“. Jüdische Verleger in Leipzig (1815–1938)

„Uns eint die Liebe zum Buch“. Jüdische Verleger in Leipzig (1815–1938)

Begleitbuch zur Ausstellung des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig, 1. Juni bis 25. Juli 2021

Seit dem 18. Jahrhundert zählt Leipzig zu den bedeutendsten Messe- und Verlagsstädten in Deutschland. Obwohl nur eine Minderheit in der Buchbranche, waren ab Mitte des 19. Jahrhunderts auch jüdische Verleger, Autor*innen und Künstler*innen an diesem Erfolg beteiligt, darunter Henri Hinrichsen (Edition Peters) oder Kurt Wolff. Viele andere sind heute fast vergessen. Wichtige Publikationen des liberalen Judentums entstanden um 1850 dank spezialisierter Verlagshäuser und Druckereien in Leipzig. Jüdische Verleger waren vor allem Anfang des 20. Jahrhunderts vielseitig aktiv: Ihre Publikationen reichten von religiösen Schriften über die berühmten Notendrucke der Edition Peters bis zu wissenschaftlichen Werken, Stadtplänen und Zeitschriften oder Künstlerbüchern der Moderne.

Zu den vorgestellten Verlagen zählen der Anton J. Benjamin Musikverlag, die Hebräische Buchhandlung M. W. Kaufmann, die Sortiments- und Antiquariatsbuchhandlung Gustav Fock, die Akademische Verlagsgesellschaft sowie die wissenschaftliche Antiquariatsbuchhandlung List & Francke. Der Buchhändler Schussheim richtete sich mit einem Stadtplan sowie einem Lesezirkel an ein breites Publikum.


Herausgegeben von Andrea Lorz, Anselm Hartinger und Johanna Sänger

Mit historischem Stadtplan in Klappe


Inhalt

„Leipziger Ware“. Kosmopolitische Typographie und jüdische Tradition zur Mitte des 19. Jahrhunderts – Arndt Engelhardt

Die „Buchhandlung in Firma M. W. Kaufmann“, Leipzig – Andrea Lorz

Von Hamburg nach Leipzig – Notenspuren des Musikverlages Anton J. Benjamin – Andrea Lorz

Der Leipziger Musikverlag C. F. Peters in der Ära Henri Hinrichsen (1891–1938) – Erika Bucholtz

Dr. Leo Jolowicz und die Sortiments- und Antiquariatsbuchhandlung Gustav Fock – Andrea Lorz

Die Akademische Verlagsgesellschaft (AVG) – Andrea Lorz

Die Lists? Ja, die Lists! – Andrea Lorz

„Wer eine gute Tat beginnt, dem wünsche man, dass er sie vollende.“ Ein Lesezirkel, ein Stadtplanverlag und sechs Wohn- und Altenheime in Leipzig – Andrea Lorz

Der Kurt Wolff Verlag – die Leipziger Jahre – Michael Liebmann

Verlage und jüdische Literatur in der SBZ und DDR. Ein Exkurs – Nora Pester

Book 19.90 € incl. VAT excl. shipping costs*

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Title
„Uns eint die Liebe zum Buch“. Jüdische Verleger in Leipzig (1815–1938)
ISBN
978-3-95565-460-3 9783955654603
Appearance
2021
Binding
Softcover with flaps
Pages
164
Figures
68 (Farb- und S/W-Abb.)
Format
16 × 23.3 cm (W × H)
Language
German

Press comments

Film zur Ausstellung

Besprochen in Leipziger Zeitung, 1. Juni 2021

Besprochen in LeipzigInfo.de, 1. Juni 2021

Besprochen in Jüdische Allgemeine, 2. Juni 2021 

»Es ist immer auch die Geschichte dieses ernsthaften Willens, den Aufstieg zu schaffen, der hinter den Lebensgeschichten der in Buch und Ausstellung so knapp porträtierten Männer steckte. Aber gerade das ist ja die Ambition hinter diesem ersten Blick in die Welt der jüdischen Leipziger Verleger, der eher nur andeutet, dass hier ein ziemlich großes Forschungsfeld gerade erst einmal betreten wurde. […] Für alle, die wieder ein Stück dieser geschäftigen Buchstadt kennenlernen wollen, ein Buch voller kleiner Wiederentdeckungen. Auch wenn es die Wunde nicht schließen kann, die die NS-Zeit der Buchstadt und dem jüdischen Leipzig zugefügt hat.« Leipziger Zeitung, 5. Juli 2021 

»Die aufwändig recherchierten Beiträge bieten nicht nur spannend zu lesende Verlags-, sondern auch beeindruckende Lebensgeschichten jüdischer Verleger aus Leipzig.« Fachbuchjournal 13(5) 2021

»Insgesamt handelt es sich bei der vorgelegten Publikation um einen wichtigen Baustein hin zu einer noch fehlenden Gesamtgeschichte jüdischer Buchunternehmungen in Leipzig. Ein Vorzug des sehr gut bebilderten Bandes ist, dass er Interesse weckt. Er zeigt, dass es möglich ist, selbst bei schwieriger Quellenlage Verborgenes zu Tage zu fördern.« Jahrbuch für Leipziger Stadtgeschichte 1/2022

Der guten Lesbarkeit des mit zahlreichen Abbildungen versehenen Bandes tut das indes keinen Abbruch. Auch hier gilt, wie für die beiden Bände zu den Ärzten, dass neue Mosaiksteinchen hinzugefügt werden konnten, die unser Bild vom jüdischen Leben in Leipzig ergänzen. Daniel Ristau, Neues Archiv für sächsische Geschichte 94, 2023 

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