Maria Birger: Boris Birger. Die Sehnsucht nach Licht in finstren Zeiten

19.05.2026 18:00 Lew Kopelew Forum, Köln

Buchvorstellung mit Maria Birger

 

Licht war für den sowjetischen Künstler und Dissidenten Boris Birger (1923-2001) nicht nur Urquell aller visuellen Wahrnehmung, sondern zugleich Metapher für den differenzierten Blick auf die Welt. Seine künstlerische Inspiration und seine komplexe Technik orientierte sich an den alten europäischen Meistern wie Tizian und Rembrandt, sowie an russischen Künstlern wie Wrubel und Domogackij. Birgers Malstil, seine Modelle, aber auch seine bürgerliche Position und sein Einsatz für Menschenrechte machten ihn im sowjetischen System zum Paria.
Denn so vielfältig und festlich sich der Sowjetsozialismus gerne in den Paraden und in der Propaganda präsentierte, so hart und unnachgiebig war er gegenüber Andersdenkenden. Ihnen sollte die Lebensgrundlage entzogen und ihr Wille zum Widerstand gebrochen werden.
Der Name des Künstlers und Dissidenten Boris Birger durfte zwischen 1968 und 1985 nicht öffentlich genannt werden. Seine Werke wurden nicht ausgestellt, öffentliche Lehrtätigkeiten wurden unterbunden.
Birger war „rothaarig, hager und ungestüm“. Er ließ sich nicht brechen und nicht den Mund verbieten. Aus der Öffentlichkeit verdrängt, malte er die „Galerie der Andersdenkenden“ und schuf gegen jede Art der Unterdrückung ein öffentlich bislang kaum bekanntes Werk.

Veranstaltungsort:
Lew Kopelew Forum e.V. 
Neumarkt 18
50667 Köln

 

 

 

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Informationen zum Autor: Maria Birger