Ausstellung „Berlin lebt auf!“. Die Fotojournalistin Eva Kemlein (1909-2004)

07.10.2016 - 31.03.2017 Centrum Judaicum, Berlin

Sie war die Chronistin des Berliner Nachkrieges und des Berliner Theaterlebens. Als Bildjournalistin der Berliner Zeitung, deren erste Ausgabe 1945 die Überschrift trug „Berlin lebt auf!“, prägten Eva Kemleins Bilder von Überlebenden — sie selbst hatte die Nazizeit als Jüdin versteckt in Berlin überstanden — das Gedächtnis der Nachkriegszeit. 1950 dokumentierte sie das Berliner Stadtschloss vor seiner Sprengung.
Fast 60 Jahre lang, bis kurz vor ihrem Tod im August 2004, fotografierte Eva Kemlein das Theaterleben in Berlin. Unerreicht sind ihre Porträtaufnahmen von Ernst Busch, von Heiner Müller sowie Helene Weigel als Mutter Courage in Bertolt Brechts Berliner Ensemble.
Immer Grenzgängerin zwischen den Welten, fotografierte sie an den Bühnen Ost-Berlins und kehrte jeden Abend zurück in ihre Wohnung in West-Berlin. So ist die Ausstellung, in Kooperation mit der Stiftung Stadtmuseum Berlin, wo sich ihr gesamter künstlerischer Nachlass
befindet, auch die Schau eines außergewöhnlichen Lebens zwischen Ost und West.
Veranstaltungsort:
Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum
Oranienburger Straße 28-30
10117 Berlin